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"Rote Emma": Gefördertes Wohnprojekt in Wien-Donaustadt übergeben

17-03-2026, 16:36

Der Bedarf an leistbarem Wohnraum in Wien ist hoch. Jährlich entstehen 6.000 bis 7.000 geförderte Mietwohnungen. Die Stadt Wien unterstützt den sozialen Wohnbau mit verschiedenen Maßnahmen, wie Wettbewerben und dem Bau von Gemeindewohnungen.

Das Projekt "Rote Emma" in der Attemsgasse, realisiert von migra und BWS, bietet 360 Wohnungen und Raum für elf Organisationen. Die Investitionssumme beträgt rund 90 Mio. Euro, davon 35 Mio. Euro aus Fördermitteln der Stadt.

Leistbares Wohnen durch Wohnprojekt "Rote Emma"

"Das Wiener Modell des geförderten Wohnbaus und der damit verbundenen leistbaren Mieten dient europaweit als Vorbild. Projekte wie die Rote Emma schaffen leistbaren Wohnraum und stärken gleichzeitig das soziale Miteinander im Grätzl", so Kathrin Gaál, Wiener Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin bei der offiziellen Übergabe am Dienstag. "Mit den vielen Initiativen, die hier Platz finden - wie dem Frauenprojekt ro*sa, der Gebietsbetreuung Stadterneuerung und vielem mehr - wird soziale Verantwortung hier zur gelebten Realität."

"Die Donaustadt wächst stark, der Bedarf an leistbarem Wohnraum ist groß. Mit der Roten Emma entsteht hier in Kagran ein neues Stück Stadt, das Wohnen, soziale Angebote und Begegnung miteinander verbindet. Das stärkt die Lebensqualität im Bezirk nachhaltig", ergänzt Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher der Wiener Donaustadt. Die Bauträger bedanken sich bei der scheidenden Wiener Vizebürgermeisterin: "Unser besonderer Dank gilt der Stadt Wien und Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál für die gute und verlässliche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren sowie für die Bereitstellung des Baurechts, das dieses Projekt überhaupt erst möglich gemacht hat."

Wohnprojekt "Rote Emma": Geringerer Energieverbrauch

Diese Holzhybrid-Struktur gehört zu den ersten großangelegten Wohnbauprojekten dieser Art in Österreich. Die Architekturbüros Gerner Gerner Plus sowie AllesWirdGut waren für die Planung der Roten Emma verantwortlich. Strabag übernahm die Rolle des Generalunternehmers. Dank der konstanten Bedingungen in der industriellen Fertigung von Stahlbeton- und Holzmodulen ließen sich Prozesse und Energieverbrauch optimieren und somit der CO2-Ausstoß verringern.

"Mit der Roten Emma zeigen wir, wie innovative Bauweisen, ökologische Verantwortung und leistbarer Wohnraum erfolgreich zusammengehen können. Gleichzeitig schaffen wir Räume, die das Zusammenleben im Stadtteil aktiv fördern", sagt die BWSG-Vorstände Arch. DI Kerstin Robausch-Löffelmann und Dr. Mathias Moser. Im Quartier verbindet sich eine umweltfreundliche Bauweise mit einer vielfältigen Nutzung. Dadurch tragen migra und BWS aktiv zur Belebung des Stadtteils bei. "Uns war wichtig, hier mehr als nur Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Die Kombination aus leistbaren Wohnungen, Gemeinschaftsräumen und sozialen Einrichtungen sorgt dafür, dass eine aktive und solidarische Nachbarschaft lebbar wird", so die migra -Geschäftsführer DI Alfred Petritz und Smajo Pasalic, MA, MA.

In der Attemsgasse 38 entsteht ein lebendiges Gemeinschaftsleben mit einer Volkshochschule, einem Grätzlconcierge, einem Kindergarten, der Gebietsbetreuung Stadterneuerung, der Initiative LOK und einem soziokulturellen Treffpunkt. Die Bewohner:innen der vier Bauteile haben Zugang zu Gemeinschaftsräumen und Arbeitszimmern, die Emmalie, Viola, Annabelle und Marabel heißen. In der Donaufelder Straße 200 wurde das Frauenwohnprojekt ro*sa mit 44 Wohneinheiten realisiert. Zudem sorgt eine Spar-Filiale für die lokale Nahversorgung.

Grünes Leben in Wien-Donaustadt

Urban Gardening, Photovoltaik, thermische Bauteilaktivierung und begrünte Balkone demonstrieren die Möglichkeit, modernes Wohnen mit ökologischer Verantwortung zu verbinden. Auf den Dachflächen entstehen Rückzugsorte mit Pergolen, gemeinschaftlichen Gartenbereichen und Photovoltaikanlagen, die Strom für Allgemeinflächen bereitstellen. Neben großzügigen Fahrradabstellflächen und einer gemeinsamen Tiefgarage mit 167 Pkw-Stellplätzen am Bauplatz 2 (Attemsgasse 38) setzen die Projektpartner auch auf neue Mobilitätsformen: Über die Mobilitätsservices von MO.Point können Lastenräder, E-Autos und E-Fahrräder gemietet werden. Der Name des Projekts stammt von einer rotschaligen Kartoffelsorte, die einst in dieser Gegend angebaut wurde - ein charmantes Symbol für die Verbindung von Tradition und Zukunft. Die Rote Emma zeigt, wie erschwingliches Wohnen, soziale Angebote und nachhaltige Bauweise erfolgreich kombiniert werden können - ein zukunftsweisendes Quartier für Kagran und Wien.

(Red)

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