Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hat bei einer Tagung der Wiener SPÖ die Gründung eines Quantentechnologiezentrums in Neu Marx, nahe dem Biocenter Vienna, angekündigt. Zudem werden die Budgets der Bezirke erhöht.
Während des Treffens in Andau im Burgenland konzentrierte sich die Ansprache des Bürgermeisters auf wirtschaftliche Themen und Standortpolitik. Ludwig erwähnte aktuelle Zahlen: "Wir waren im vergangenen Jahr das einzige Bundesland mit Wirtschaftswachstum." Er versprach, den Standort weiterhin zu stärken und um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen. Wien sei schließlich der "Wirtschaftsmotor für ganz Österreich".
Dass nun ein weiteres Technologiezentrum eingerichtet wird, begründete Ludwig nicht zuletzt mit der Tradition der Quantenforschung in Wien. Der Wiener Physiker Erwin Schrödinger habe für diese den Grundstein gelegt. Auch mit dem Physik-Nobelpreisträger Anton Zeilinger habe man gut zusammengearbeitet, betonte Ludwig. Die Stadt zähle in diesem Bereich seit langem zu den führenden Standorten.
Das neue Zentrum soll Unternehmen, Start-Ups und Forschung an einem Ort vereinen. Die Voraussetzungen dafür seien ideal, hob Ludwig hervor. Er führte unter anderem ins Treffen, dass Wien der größte deutschsprachige Universitätsstandort sei. Die Quantenforschung werde in den kommenden Jahrzehnten zentrale Fortschritte ermöglichen, etwa in der Medizin, in der Industrie oder auch im Bereich Energie und Klima. Die Fertigstellung des Zentrums ist laut Ludwig für 2033 vorgesehen. "Wir kümmern uns um die Zukunft unserer Stadt auf allen Ebenen", sagte der Bürgermeister.
Ludwig kündigte weiters an, dass die Budgets der Bezirke 2027 wieder erhöht werden. Ihre Mittel waren angesichts der angespannten Finanzsituation der Stadt für heuer eingefroren worden. Die Bezirke hätten mit gleichbleibenden Budgets für ihren Beitrag zur Konsolidierung geleistet, bedankte sich der Bürgermeister. Kommendes Jahr sei ein Anstieg um zehn Prozent geplant.