logo



[email protected]

Wiener Klinik Ottakring wird umgestaltet: Was sind die Pläne zu den denkmalgeschützten Pavillons?

Heute, 12:05

Die Klinik Ottakring wird komplett erneuert. Bis 2040 wird das Areal vollständig umgestaltet. Im Moment werden insgesamt 80 Pavillons zur Behandlung von Patienten genutzt. Diese sollen schon bald drei großen Neubauten weichen. Die Umgestaltung erfolgt bei laufendem Betrieb. VIENNA.at hat nachgefragt, was mit den denkmalgeschützten Pavillons geschehen wird.

Der Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) treibt die Neugestaltung der Klinik Ottakring voran: Bis 2040 soll das bisherige Pavillonspital zu einer modernen Zentralklinik umgebaut werden. Neben neuen Gebäuden wird auch das gesamte Areal grundlegend umgestaltet.

Auflösung des Pavillonsystems zugunsten einer "grünen Mitte" in Wiener Klinik Ottakring

Nach einem EU-weiten Wettbewerb wurde die ARGE LBRB – bestehend aus Lindle+Bukor und Rajek Barosch Landschaftsarchitektur – mit der Planung der Außenanlagen beauftragt. Herzstück des Konzepts ist eine große, zusammenhängende „grüne Mitte“, um die sich künftig drei zentrale Baukörper gruppieren: die neue Zentralklinik, das Eltern-Kind-Zentrum und die Psychiatrie.

„Mit dem ausgewählten Entwurf für die Gestaltung der gesamten Außenanlagen stellen wir sicher, dass die Grünflächen in der neuen Klinik Ottakring nicht nur erhalten, sondern wesentlich aufgewertet werden“, so WIGEV-Generaldirektor-Stellvertreter Herwig Wetzlinger. Durch die Auflösung des bisherigen Pavillonsystems soll die Grünfläche um rund 30 Prozent wachsen – von derzeit 4,5 auf etwa 6 Hektar. Ein neues Wegenetz soll auch Anrainer*innen die Durchquerung des Areals ermöglichen.

Geplant sind Therapiegärten, Bewegungsangebote, Brunnen und Wasserspiele. Ein Pavillon im Zentrum wird als sozialer Treffpunkt dienen, daneben sind ruhige Rückzugsorte vorgesehen. Besonderes Augenmerk liegt auf klimaresistenter Bepflanzung. „Der Entwurf hat alles, was wir uns für eine zeitgemäße Gesundheitseinrichtung wünschen, die moderne Medizin mit Erholung und Regeneration sowie Klimaschutz verbindet“, sagt der Ärztliche Direktor der Klinik Ottakring Peter Gläser.

Bau erfolgt bei laufendem Betrieb

Der Neubau erfolgt bei laufendem Betrieb. Um auch während der Bauphase Erholungsräume zu sichern, sind temporäre Gärten und flexible Grünflächen geplant. „Uns überzeugt an dem Entwurf besonders, wie der Grünraum bei laufendem Baubetrieb flexibel genutzt wird“, betont PBG-Geschäftsführerin Marie-Thérèse Vierke.

Der Wettbewerb für die Außenanlagen wurde im März 2025 ausgeschrieben. Insgesamt gab es zwölf Einreichungen aus Österreich und weiteren EU-Ländern.

Was passiert mit den denkmalgeschützten Pavillons am Areal des ehemaligen Wilhelminenspitals?

Auf Anfrage von VIENNA.at heißt es vom Gesundheitsverbund, dass die etwa 25 denkmalgeschützten Pavillons, in denen sich derzeit größtenteils die Kinder- und Jugendheilkunde befindet, ab 2040 nicht mehr Teil der Klinik Ottakring sein werden. Die Abrisspläne beziehen sich auf die restlichen, neueren, nicht denkmalgeschützten Pavillons.

"Über die Nachnutzung der denkmalgeschützten Pavillons wird die Stadt Wien entscheiden. Derzeit gibt es hierzu aber noch keine konkreten Überlegungen", so Daniela Almer von der Generaldirektion, Kommunikation Bauprojekte, auf Nachfrage zu den Zukunftsplänen für die Pavillons.

© Wiener Gesundheitsverbund

(Red./)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]