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Wiener Grüne in Streit um Gastpatienten für Versorgungsregion im Osten

Heute, 14:43

Die Wiener Grünen fordern das Ende der Streits um Gastpatienten und schlagen die Schaffung einer gemeinsamen Versorgungsregion im Osten vor. Laut Parteichefin Judith Pühringer und Gesundheitssprecherin Barbara Huemer könnte die Finanzierung der Spitäler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gemeinsam geplant werden.

Der Streit über die Versorgung von Patientinnen und Patienten aus anderen Bundesländern ist zuletzt intensiver geworden. Dabei handelt es sich um planbare, nicht dringliche Operationen in den Krankenhäusern Wiens. Die Stadt Wien versucht, den Zustrom zumindest zu begrenzen. Es wird auf zusätzliche Kosten verwiesen, die nicht ausgeglichen werden.

Wiener Grüne: Streit um Gastpatienten "unwürdiges Schauspiel"

Wien, so beklagt man im Rathaus, gehöre zu jenen Ländern, die finanziell mehr für Gastpatientinnen und -patienten aufbringen müssten als sie aus dem Finanzausgleich bekommen. Man habe dafür Verständnis, dass einige Bundesländer nun sagen würden, man müsse hier verhandeln, betonten die Wiener Grünen. Derzeit sei man davon aber weit entfernt, statt Gesprächen zeige sich ein "unwürdiges Schauspiel", ärgerte sich Pühringer.

"So kann es nicht weitergehen in dieser Debatte", befand sie. Es werde nur Verantwortung hin und her geschoben. Pühringer forderte, dass rasch Gespräche zu einer gemeinsamen strategischen Planung aufgenommen werden. Eine Versorgungsregion, die die drei Bundesländer umfasse, sei das Gebot der Stunde. In dieser könne man Zuständigkeiten klar definieren und Doppelgleisigkeiten abbauen.

Gesundheitssprecherin Huemer rätselte, warum die Länder den Finanzausgleich unterschrieben haben, wenn man sich damit nun unzufrieden zeigt: "Wird da nicht gerechnet?" Möglicherweise hätten Wien oder Niederösterreich nicht alle Dokumente gelesen, mutmaßte sie. Das Ziel sei eine gemeinsame Planung für ganz Österreich, hielt sie fest. Eine gemeinsame Region im Osten könne dafür als Modell dienen.

(APA/Red)

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