Die Modernisierung der Badner Bahn führt in diesem Jahr zu einer neunwöchigen Teilsperre während der Sommerferien in Wien. Der Betrieb zwischen Inzersdorf und Karlsplatz wird eingestellt, sodass ein großer Teil der Strecke nicht genutzt wird. Zusätzliche Unterbrechungen sind zu Ostern und im Herbst geplant.
Der Badner Bahn Betreiber, die Wiener Lokalbahnen, gab am Freitag bekannt, dass unter anderem Weichen, Gleise und Oberleitungen erneuert werden. Teile der Infrastruktur vom Schedifkaplatz in Wien bis zum Josefsplatz in Baden haben bereits einige Jahrzehnte auf dem Buckel, wurde betont. Zudem habe die Beanspruchung in den letzten Jahren durch häufigere Intervalle und den Einsatz von Doppelgarnituren zugenommen.
Die Arbeiten sollen vor allem in den Ferien stattfinden, in denen weniger Fahrgäste unterwegs sind und die Schulfahrten wegfallen. So wird die Badner Bahn in den Sommerferien nur von Baden bis zur Station Inzersdorf-Lokalbahn fahren. Als Ersatz wurde das Angebot der Wiener Linien empfohlen - also etwa jene Buslinien, mit denen von der Haltestelle Inzersdorf die U-Bahn (U6) erreicht werden kann. Zuvor steht bereits in den Osterferien eine Sperre am Programm. Im Streckenbereich Vösendorf-Siebenhirten bis Wiener Neudorf ist vom 28. März bis 6. April (Ostermontag) kein Betrieb möglich. Dort wird ein eigener Bus-Ersatzverkehr eingerichtet, der laut der Mitteilung nicht nur die Shopping City Süd, sondern auch die U6-Endstelle Siebenhirten einbezieht. Bei der SCS wird es zudem einen barrierefreien Shuttle für Menschen mit eingeschränkter Mobilität direkt vom Ersatzbus zum Einkaufszentrum geben.
Auch in den Herbstferien wird gearbeitet, was zu einer Sperre zwischen Möllersdorf und Traiskirchen führt. Dort wird ebenfalls ein Ersatzverkehr unterwegs sein. "Die Streckenerneuerung kann mit Rücksicht auf den Betrieb der Badner Bahn immer nur in Etappen erfolgen. Uns ist bewusst, dass jede Baustelle Einschränkungen für die Fahrgäste bedeutet. Instandhaltung und Erneuerung sind aber wie bei jeder Bahnstrecke, bei jeder Autobahn oder jeder anderen Art von Infrastruktur laufend notwendig", ersuchte Lokalbahnen-Geschäftsführerin Simone Schaller-Galler um Verständnis. Das Ziel sei es, die Strecke für die nächsten Jahrzehnte im Sinne der Fahrgäste fit zu machen.