logo



[email protected]

Wien-Simmering: Messerstich vermutlich Unfall beim Alkoholkonsum

Gestern, 14:10

Ein Vorfall in Wien-Simmering, bei dem ein 32-Jähriger mit einer Stichverletzung gefunden wurde, scheint ein Unfall beim Alkoholkonsum gewesen zu sein, nicht eine Attacke. Der Mann hatte zunächst behauptet, ein Fremder habe ihn nach einer Zigarette gefragt und dann zugestochen. Diese Darstellung wird jedoch angezweifelt.

Jedenfalls wurde der 32-Jährige von der Berufsrettung notfallmedizinisch behandelt und mit einer schweren Bauchverletzung in ein Krankenhaus transportiert, wo er operiert werden musste. Die Außenstelle Süd des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen und erhärtete den Tatverdacht gegen einen 25-jährigen Mann, unter anderem durch eine ausführlichere Befragung des Opfers.

Andere Version nach Messerstich in Wien-Simmering

Das Opfer hatte aber mittlerweile eine ganz andere Version der Ereignisse geliefert. Bei der Einvernahme am Donnerstag sagte der 32-Jährige, die beiden hätten mit einem weiteren Bekannten Alkohol konsumiert. Dabei soll der 25-Jährige ein Messer in die Hand genommen und damit vermutlich im alkoholisierten Übermut herumgefuchtelt haben. So soll es zu dem Stich in den Unterbauch gekommen sein. Die beiden sollen danach die Wohnung des Opfers aufgesucht und dort die Wunde versorgt haben. Anschließend tranken sie bei einer Tankstelle in der Nähe weiter. Weil der 32-Jährige aber immer mehr Schmerzen hatte, alarmierte sein Saufkompagnon die Einsatzkräfte und machte sich selbst aus dem Staub.

25-Jähriger nach Messerstich in der Justizanstalt

Der Verdächtige wurde am Donnerstagabend in der Nähe seiner Wohnung festgenommen. Neben mehreren Messern fanden die Ermittler in der Wohnung auch eine geringe Menge Cannabiskraut. Ein Klappmesser wies Blutspuren auf. Der 25-Jährige verweigerte die Aussage und wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft in eine Justizanstalt gebracht. Die Ermittler versuchen unterdessen, den weiteren Zeugen ausfindig zu machen.

(APA/Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]