Mittwoch-Nachmittag fand in einem religiösen Zentrum in Wien-Floridsdorf eine Veranstaltung statt, an der mehrere Hundert Menschen teilnahmen. Zeitgleich wurde gegenüber eine angemeldete Kundgebung abgehalten, die gegen die Veranstaltung gerichtet war.
Um 20:00 Uhr endete die Veranstaltung, und die Besucher verließen das Gebäude. Einzelne Personen versuchten, die Straße zu überqueren und die Kundgebung zu erreichen, was von der Polizei verhindert wurde. Um 21:00 Uhr war der Abfluss der Teilnehmer abgeschlossen, und die Anzahl der Kundgebungsteilnehmer nahm ab, sodass die Kundgebung ebenfalls beendet wurde.
Gegen 21:30 Uhr wurde der Polizeieinsatz beendet. Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch wenige Kundgebungsteilnehmer vor Ort und räumten Gegenstände weg. Im Verlauf des Einsatzes wurden zwei Personen festgenommen: eine wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, die andere wegen aggressiven Verhaltens. Eine weitere Person wurde wegen gefährlicher Drohung angezeigt, und 19 Anzeigen wegen Verkehrsverstößen wurden erhoben. Wenige Minuten nach dem Einsatzende gingen mehrere Anrufe beim Polizeinotruf ein.
Etwa 70 Personen hatten sich erneut vor dem Zentrum versammelt und gerieten in eine körperliche Auseinandersetzung, bei der auch Stöcke und Holzlatten verwendet wurden. Polizisten des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf sowie WEGA-Einheiten konnten die Lage schnell unter Kontrolle bringen. Bei der Sachverhaltsklärung stellte sich heraus, dass sowohl Teilnehmer der vorherigen Veranstaltung als auch der Kundgebung zum Ort zurückgekehrt waren, was zur Auseinandersetzung führte. Insgesamt wurden neun Personen verletzt. Sie wurden von der Berufsrettung Wien notfallmedizinisch behandelt, sieben davon anschließend in ein Krankenhaus gebracht.