Die Wiener Linien starten im März ihre Gleisbausaison und modernisieren 2023 insgesamt 12,5 Kilometer Straßenbahngleise und 33 Weichen, wobei umfangreiche strukturelle Sanierungen in mehreren Wiener Bezirken für betriebliche Einschränkungen sorgen.
Anfang März startet in Wien die diesjährige . Die Wiener Linien setzen ihr Modernisierungsprogramm „Netz erst recht!“ fort und tauschen 2026 insgesamt 12,5 Kilometer Straßenbahngleise sowie 33 Weichen aus. Der Schwerpunkt liegt heuer auf großflächigen Sanierungen, die für Fahrgäste „deutlich spürbarer sein sollen als punktuelle Eingriffe“.
Den Auftakt machen ab 3. März Arbeiten auf der Simmeringer Hauptstraße. Kurz darauf folgen Baustellen in der Lerchenfelder Straße und in der Quellenstraße. Ein zentrales Projekt betrifft ab April die Dornbacher Straße und die Hernalser Hauptstraße. Weitere Maßnahmen sind in der Otto-Probst-Straße und am Aumannplatz geplant.
Bauarbeiten auf mehreren Hauptachsen
Auf der Simmeringer Hauptstraße werden an drei Stellen rund 1.500 Meter Gleise erneuert. Die Arbeiten dauern von Anfang März bis in den Herbst. Die Linien 11 und 71 werden ab 22.30 Uhr kurzgeführt, währenddessen gibt es den Ersatzbus 71E.
In der Lerchenfelder Straße werden vom Schmerlingplatz bis über die Neubaugasse die Gleise entlang der Linie 46 getauscht. Von 16. März bis Mitte Juli ist daher kein Straßenbahnbetrieb zwischen Ring, Volkstheater und U6 Thaliastraße möglich. Die Linie 13A verkehrt in den Osterferien eingeschränkt.
Auch in der Quellenstraße in Favoriten stehen Erneuerungen an. Zwischen Knöllgasse und Bernhardtstalgasse werden 400 Meter Gleise grundlegend saniert. Die Linie 6 ist von 16. März bis Mitte April eingestellt, Fahrgäste können auf U1 sowie mehrere Straßenbahn- und Buslinien ausweichen.
Großprojekt in Hernals und Währing
Auf der Dornbacher Straße und der Hernalser Hauptstraße werden ab 20. April die Gleise der Linie 43 in zwei Bauphasen erneuert. Die Linie wird in diesem Zeitraum verkürzt geführt, die Buslinie 43A verlängert und die Linie 2 verdichtet.
Am Aumannplatz in Währing wird von 4. Mai bis Ende Juni modernisiert. Die Linien 40 und 41 werden umgeleitet, die Linie 42 vorübergehend eingestellt. Ein Ersatzbus 41E sichert die Verbindung entlang der Gentzgasse und Währinger Straße.
In der Otto-Probst-Straße werden im Mai rund 250 Meter Gleise erneuert, die Linie 11 wird dafür zeitweise kurzgeführt.
Einschränkungen auch bei der U6
Neben dem Straßenbahnnetz wird auch das 83 Kilometer lange U-Bahn-Netz weiter modernisiert. In den Osterferien fährt die U6 nicht zwischen Jägerstraße und Währinger Straße-Volksoper. Als Ausweichmöglichkeit steht unter anderem die Linie 12 zur Verfügung.
Im Sommer folgen weitere Bauarbeiten, etwa am Universitätsring, an der Kreuzung Spitalgasse/Währinger Straße sowie auf der Floridsdorfer Brücke. Auch die Linien U3 und U4 erhalten ab Anfang Juli neue Gleise.
Rund 100 Baustellen pro Jahr
Nach Angaben der Wiener Linien werden jährlich rund 100 Baustellen abgewickelt, etwa ein Viertel davon wirkt sich auf den laufenden Betrieb aus. Bei Einschränkungen sollen Intervalle verdichtet, größere Fahrzeuge eingesetzt und alternative Linien angepasst werden, verspricht das Unternehmen. Wo möglich, kommen Ersatzbusse zum Einsatz. Auch Sharing-Angebote wie WienMobil-Rad werden verstärkt beworben.
Fahrgäste werden gebeten, mehr Zeit für ihre Wege einzuplanen. Informationen zu Baustellen und Ausweichrouten finden sich auf der Website der Wiener Linien sowie in der WienMobil-App.