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Tafel half 85.000 von Armut Betroffenen durch 1.500 Tonnen gerettete Lebensmittel

26-02-2026, 11:42

Die Tafel Österreich hat im letzten Jahr 1,52 Millionen Kilogramm, also über 1.500 Tonnen, genießbare Lebensmittel vor der Entsorgung gerettet. Dadurch konnten mehr als 85.000 von Armut betroffene Menschen in etwa 170 Sozialeinrichtungen kostenfrei unterstützt werden. Angesichts von 1,5 Millionen Menschen in Österreich, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, und ungefähr einer Million Tonnen Lebensmitteln, die jährlich im Abfall landen, besteht laut der Organisation weiterhin großer Handlungsbedarf.

In einer jährlich von der Tafel Österreich durchgeführten Umfrage gaben mehr als 50 Prozent der belieferten sozialen Einrichtungen an, dass ihr Bedarf gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Der durchschnittliche Anstieg betrug fast 40 Prozent im Vergleich zu 2024. Mehr als 20 Prozent der im Vorjahr von der Tafel mit Lebensmitteln versorgten Menschen waren Kinder und Jugendliche, wurde in der Aussendung betont.

Plus bei geretteten Obst- und Gemüse-Überschüssen

"Wir tun unser Möglichstes, um den - nicht zuletzt aufgrund der Teuerungen - stark gestiegenen Bedarf an kostenfreier Lebensmittelhilfe zu decken. Dank größter Anstrengungen unseres haupt- und ehrenamtlichen Teams konnten wir das Ergebnis 2025 stabil halten. Doch wir können gar nicht mehr alle Sozialeinrichtungen annehmen, die unsere Hilfe erbitten", berichtete Tafel-Österreich-Geschäftsführerin Alexandra Gruber.

Mit 300 Tonnen wurde im Jahr 2025 ein Plus von 50 Prozent an Obst- und Gemüse-Überschüssen aus der Landwirtschaft gerettet und umverteilt. Außerdem gab es Pilotaktivitäten zur Fleischrettung aus Filialen des Lebensmitteleinzelhandels sowie Tests zur Weitergabe von bereits zubereiteten Speisen aus Betriebsküchen. Beides seien komplexe Themen in der Lebensmittelweitergabe, erläuterte die Tafel Österreich, die im Vorjahr auf 342 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit insgesamt fast 20.000 geleisteten Ehrenamtsstunden zurückgreifen konnte.

(APA/Red.)

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