logo



[email protected]

"Liebe-Dein-Haustier-Tag": Wiens Vierbeinern geht es immer besser

20-02-2026, 09:26

Heute ist der internationale "Liebe-Dein-Haustier-Tag", an dem sich alles um die vierbeinigen Mitbewohner dreht. In Wien halten sich rund 200.000 Haushalte einen Hund, Katze oder ein anderes Haustier. Und diesen soll es an nichts fehlen – und das ist bei steigenden Kosten gar nicht so einfach, wie die Wirtschaftskammer erklärt.

Am 20. Februar steht beim internationalen „Liebe-Dein-Haustier-Tag“ alles im Zeichen der tierischen Familienmitglieder. In Wien lebt rund ein Viertel aller Haushalte zumindest mit einem Hund, einer Katze oder einem anderen Heimtier. Die Ansprüche an artgerechte Haltung, hochwertige Ernährung und individuelle Betreuung haben sich in den letzten zehn Jahren deutlich gesteigert. Gleichzeitig spüren viele Tierhalterinnen und Tierhalter die steigenden Preise für Heimtierfutter und Zubehör.

Jeder vierte Wiener Haushalt hat tierischen Mitbewohner

In mehr als 200.000 Wiener Haushalten leben tierische Begleiter – darunter etwa 127.000 Haushalte mit Hunden, 153.000 mit Katzen und 96.000 mit Kleintiere wie Kaninchen, Vögel, Fische oder Schildkröten. Da in manchen Haushalten mehrere Tierarten gleichzeitig gehalten werden, kommt es in der Statistik zu Überschneidungen. Die jährlichen Kosten liegen bei Katzen bei rund 700 Euro, bei Hunden – je nach Größe – zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Besonders die Ausgaben für hochwertiges Futter sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, so Popper: „Die Nachfrage nach hochwertigem Futter und Zubehör ist so hoch wie nie zuvor. Eine große Mehrheit der Hunde wird heute mit Fertignahrung in hoher Qualität - sogar Lebensmittelqualität – gefüttert.“ Auch Spezialfutter, etwa für Allergiker, wird immer häufiger verkauft.

Zoofachhändler fordern Mehrwertsteuersenkung

Eine Mehrwertsteuersenkung würde es dem heimischen Zoofachhändler ermöglichen, ihren Kunden qualitatives Heimtierfuttermittel zu günstigeren Preisen anzubieten, betont der Vorsitzende der Wiener Zoofachhändler. Zudem sei die Maßnahme ein wichtiges Zeichen für den nationalen Zoofachhandel, um insbesondere dem grenzüberschreitenden Preisdruck entgegenzuwirken. Für die Zoofachhändler ist die Tiernahrung das zentrale Geschäftsfeld. Die Mehrheit des Umsatzes entfällt auf Futter - rund 70 bis 80 Prozent.

Der Wiener Zoofachhandel fordert daher eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Heimtierfutter von 13 auf 10 Prozent. „Wer verantwortungsvolle Tierhaltung will, muss sie auch leistbar halten“, betont Andreas Popper, Vorsitzender der Wiener Zoofachhändler. „Eine reduzierte Mehrwertsteuer würde Tierhalter entlasten und gleichzeitig den regionalen Fachhandel stärken.“

Branche befindet sich im Wandel

„Unsere Fachgeschäfte in Wien stehen nicht nur für regionale Wertschöpfung und gesicherte Arbeitsplätze, sondern auch für qualifizierte Beratung, verantwortungsvollen Verkauf und hohe Qualitätsstandards“, so Popper. Der Wiener Zoofachhandel ist dabei stark kleinteilig strukturiert: 100 der 187 Wiener Fachhändler sind Ein-Personen-Unternehmen, weitere 61 beschäftigen bis zu vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt arbeiten rund 615 Menschen im Wiener Zoofachhandel. 

Mit den wachsenden Ansprüchen urbaner Tierhalter hat sich die Branche verändert. Viele Fachgeschäfte setzen heute auf klare Spezialisierungen - etwa auf Hunde, Katzen, Aquaristik oder Terraristik - und entwickeln sich zunehmend zu Kompetenzzentren für Beratung, Service und Tierwohl. „Der klassische Vollsortimenter ist immer seltener zu finden, besonders unter den kleineren Fachhändlern.“ Neben der Spezialisierung auf bestimmte Tierarten erweitern viele Betriebe ihr Angebot durch Workshops, Vorträge oder spezielle Schulungen. Hinzu kommen Dienstleistungen wie Hundesalons, Tierphysiotherapie oder Urlaubsbetreuung („Tier-Sitting“), die heute vielfach zum Leistungsumfang zählen. Auch mit individuellen Futterplänen oder Beratungen zu Allergien und Unverträglichkeiten werden die Kunden zunehmend serviciert. 

Beschäftigung und Zubehör im Fokus

„Moderne Tierhalter möchten, dass Hund, Katze & Co nicht nur satt, sondern auch geistig und körperlich ausgelastet sind“, so Popper. Spielzeuge, Intelligenztrainer oder Kratzmöbel gehören längst zum Standardangebot. Darüber hinaus wächst das Interesse an Kursen für Hunde, etwa Agility. Auch digitale Lösungen sind gefragt: Smarte Futterautomaten, Haustierkameras oder GPS-Tracker gehören zunehmend zum Alltag. Parallel wächst die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten wie plastikfreien Verpackungen, ökologischem Katzenstreu oder regionaler Produktion.

(Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]