Ein 41-jähriger Österreicher soll eine 85-jährige Wienerin über Wochen hinweg um mehr als 60.000 Euro gebracht haben. Die Ermittler des Landeskriminalamts Wien forschten den Mann sowie zwei mutmaßliche Komplizen aus. Das Geld konnte großteils sichergestellt werden.
Der Mann hatte im September 2025 im ersten Wiener Bezirk Bekanntschaft mit der Seniorin geschlossen. In der Folge übernahm er laut Polizei zahlreiche Hilfsdienste für sie – von Einkäufen bis zu Terminbegleitungen. Über mehrere Wochen soll er sich so das Vertrauen der Frau erschlichen haben.
Schließlich übergab ihm die 85-Jährige ihre Bankomatkarte samt PIN-Code. Unbemerkt behob der 41-Jährige laut Ermittlungen wiederholt größere Bargeldbeträge vom Konto der Frau.
In weiterer Folge soll der Beschuldigte mit Unterstützung zweier Bekannter zahlreiche Überweisungen durchgeführt haben. Die beiden Männer – 34 und 45 Jahre alt, ebenfalls österreichische Staatsbürger – stellten demnach ihre Konten zur Verfügung. Insgesamt entstand ein Schaden von über 60.000 Euro.
Als Angehörige der Frau Verdacht schöpften, erstatteten sie Anzeige. Das Landeskriminalamt Wien nahm Ermittlungen auf und forschte die drei Beschuldigten aus.
Die Männer zeigten sich laut Polizei teilweise geständig. Das erlangte Geld konnte nahezu vollständig gesichert und der 85-Jährigen rückerstattet werden. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden die Beschuldigten auf freiem Fuß angezeigt.