Mehr als 3.700 Straßenbahn- und Bushaltestellen gibt es in Wien – doch wie gut sind sie ausgestattet? Mit der Initiative "Haltestellen im Fahrgastcheck" ruft der VCÖ Fahrgäste dazu auf, Mängel direkt zu melden. Ziel ist es, Infrastruktur und Verkehrssicherheit zu verbessern.
Täglich nutzen rund 1,3 Millionen Menschen die Wiener Öffis. Nun können sie Dazu zählen fehlende Sitzgelegenheiten, unzureichende Barrierefreiheit, mangelnder Witterungsschutz oder fehlende Beschattung. Die Rückmeldungen werden bis Ende April gesammelt und anschließend den zuständigen Verkehrsbetrieben übermittelt.
Ein Schwerpunkt der Initiative liegt auf der Verkehrssicherheit. Eine sichere Haltestelle sei nur dann gegeben, wenn sie über einen Gehweg erreichbar ist, betont VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky. Auch sichere Straßenübergänge seien entscheidend, wenn sich Haltestellen auf der gegenüberliegenden Straßenseite befinden.
Neben den Wiener Linien beteiligen sich auch andere Verkehrsbetriebe an der Initiative. VCÖ-Sprecher Christian Gratzer weist jedoch darauf hin, dass eine Umsetzung der gemeldeten Verbesserungen nicht garantiert sei. Je mehr Fahrgäste teilnehmen, desto größer sei jedoch der Handlungsdruck.
Langfristig spricht sich der VCÖ für regelmäßige Überprüfungen der Haltestellen durch die Verkehrsbetriebe aus – ähnlich wie bei den Bahnhöfen der ÖBB.