Der ÖAMTC rechnet durch die geplante Teilsperre der Wiener S-Bahn-Stammstrecke für Nachteile für Pendlerinnen und Pendler und fordert nun eine "Grüne Parkzone Light" auf Zeit.
"Uns ist bewusst, dass die Modernisierung notwendig ist, allerdings stehen zwischenzeitlich kaum gleichwertige Alternativen für Pendelnde zur Verfügung. Was die Situation noch weiter verschärft: Im Sommer sollen auch Teile der Linien U3 und U4 wegen Sanierungsarbeiten gesperrt werden", sagt ÖAMTC-Verkehrsexperte Matthias Nagler und fordert Entlastungen für Pendlerinnen und Pendler.
"Aufgrund der Einschränkungen im Bahnbetrieb wird sich die Fahrtzeit für Niederösterreicher:innen deutlich verlängern. Allerdings könnte die Stadt Wien einen wertvollen Beitrag leisten und kurzfristig entsprechende Erleichterungen schaffen", regt Nagler an. Der ÖAMTC fordert eine zeitlich begrenzte Ausnahme von der maximalen Parkdauer in den Wiener Außenbezirken. Diese Ausnahmegenehmigungen sollten auf Antrag verfügbar sein. Die allgemeinen Parkgebühren und die Regelungen in Geschäftsstraßen sollten zur Verkehrsordnung bestehen bleiben.
"Vielen Pendler:innen wäre bereits sehr geholfen, wenn sie ihr Fahrzeug auch länger als die erlaubten zwei Stunden in einem Außenbezirk stehen lassen könnten. Schließlich sind die verfügbaren Park & Ride-Anlagen am Stadtrand bereits stark ausgelastet", so Nagler. "Im Optimalfall käme die Stadt Wien den betroffenen Pendler:innen auch mit etwas günstigeren Parkgebühren entgegen - z. B. mit einer Tagespauschale." Dabei sollten lokale Gegebenheiten, wie eine hohe Auslastung der Parkplätze in bestimmten Stadtvierteln, berücksichtigt werden. Der ÖAMTC empfiehlt, die Maßnahme vorerst bis Ende Oktober 2027 zu befristen, da bis dahin die Sanierung der Stammstrecke abgeschlossen sein sollte.