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Wiener Linien wollen Öffi-Regeln stärker durchsetzen

17-02-2026, 09:56

Mit täglich rund 2,4 Millionen Fahrgästen setzen die Wiener Linien verstärkt auf klare Regeln und mehr Rücksichtnahme in U-Bahn, Bus und Straßenbahn. Zunächst soll Bewusstseinsbildung helfen – Strafen sind aber nicht ausgeschlossen.

In Wiens öffentlichen Verkehrsmitteln gilt bereits eine Hausordnung, die störendes Verhalten untersagt. Dazu zählen lautes Telefonieren, Musikhören oder das Abspielen von Videos ohne Kopfhörer. Derzeit werden Regelverstöße zwar kontrolliert, jedoch nicht bestraft.

Bewusstseinsbildung statt Strafen

Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) betont, dass zunächst auf Sensibilisierung gesetzt wird. Mit humorvollen Kampagnen und einer Portion "Wiener Schmäh" sollen Fahrgäste zu mehr Rücksicht animiert werden. Gleichzeitig soll die Präsenz von Sicherheitsmitarbeitern verstärkt werden.

Sollte sich die Situation nicht verbessern, könnten künftig auch Geldbußen verhängt werden. In Ländern wie Frankreich oder Portugal sind solche Maßnahmen bereits üblich. Auch in England wird derzeit über vergleichbare Regelungen diskutiert.

Erinnerung an Essverbot 2019

Ähnliche Maßnahmen gab es bereits 2019 mit dem Essverbot in Wiens U-Bahnen. Damals hatten mehr als 50.000 Fahrgäste an einer Befragung teilgenommen. Eine breite Informationskampagne begleitete die Einführung.

(Red)

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