Die Staatsanwaltschaft Wien hat eine Anklage gegen jenen 21-Jährigen eingebracht, der mutmaßlich einen Anschlag auf das am 9. August 2024 vorgesehene Taylor Swift-Konzert im Wiener Ernst-Happel-Stadion geplant haben dürfte.
Ihm werden terroristische Straftaten, kriminelle Organisation sowie weitere Delikte vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zuständig ist das Landesgericht Wiener Neustadt. Die Strafdrohung beträgt 20 Jahre, die Anklage ist nicht rechtskräftig.
Ab Mai 2023 soll Beran A. mit den Anschlagsplänen beschäftigt gewesen sein. Dazu soll er etwa eine Anleitung zum Bombenbau beschafft haben und sich im Umgang mit Sprengstoff unterweisen lassen haben. Auch zu einem tatsächlich durchgeführten Anschlag im März 2024 in Mekka soll der Angeklagte beigetragen haben. Er wurde im August 2024 festgenommen und sitzt seitdem in U-Haft.
Mehrere Anklagen und Prozesse hatten sich bereits mit dem mutmaßlichen Terrornetzwerk um Beran A. beschäftigt. Der Hauptverdächtige dürfte sich immer wieder mit Gleichgesinnten ausgetauscht haben. Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) bekam dank eines ausländischen Partnerdiensts rechtzeitig von den Plänen gegen die dreitägige Konzertreihe von Swift Wind.
Der Beschuldigte soll mehrfach versucht haben, verschiedene Schusswaffen und eine Handgranate über illegale Händler zu kaufen und nach Österreich zu bringen. Laut Staatsanwaltschaft hat er außerdem Propagandamaterial der Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) versendet und sich aktiv zu dieser bekannt. Mittels Snapchat-Videos habe er zu terroristischen Straftaten aufgerufen.
Jenen Attentäter, der in Mekka (Saudi-Arabien) mehrere Menschen mit einem Messer schwer verletzt hatte, soll Beran A. psychisch unterstützt und für die Tat bestärkt haben. Auch weitere Anschläge in Dubai und Istanbul sollen geplant gewesen sein. Für die terroristischen Straftaten drohen dem in Ternitz im Bezirk Neunkirchen gemeldeten Beran A. - unter Berücksichtigung des Alters zum Tatzeitpunkt - bis zu 20 Jahren Gefängnis.