logo



[email protected]

Frau in Wiener Seniorenheim getötet: DNA-Gutachten belastet Verdächtigen

Gestern, 15:49

Im Fall rund um eine in einem Wiener Pensionistenheim getötete 87-Jährige hat ein DNA-Gutachten jetzt den Verdächtigen belastet.

Demnach wurden seine Spuren auf der Leiche der Rentnerin gefunden. Der 61-Jährige hatte bisher jegliche Beteiligung an dem Tötungsdelikt abgestritten. Seine Verteidigerin Astrid Wagner bestätigte gegenüber der APA einen entsprechenden Online-Bericht der Gratiszeitung "Heute", wollte jedoch nicht näher ins Detail gehen.

"Das Gutachten wird von der Verteidigung überprüft", betonte Wagner lediglich. Der vor mehr als zwei Wochen festgenommene gebürtige Türke befindet sich derzeit wegen Tatbegehungs-, Verdunkelungs- und Fluchtgefahr in U-Haft. Die genauen Hintergründe des Falls waren vorerst unklar. Die Landespolizeidirektion Wien hatte für Dienstag eine Pressekonferenz zu dem Fall angekündigt. Auf APA-Anfrage betonte ein Sprecher, dass man bis zur Pressekonferenz keine Auskunft zu dem Fall geben könne.

Verdächtiger wurde in Heim in Wien-Döbling gesehen

Die 87-Jährige war vor mehr als einem Monat tot im Bett ihres Zimmers in der privaten Seniorenresidenz gefunden worden. Sie soll erstickt worden sein. Im Hals der Frau wurde ein Schmuckstück gefunden.

Der 61-Jährige wurde daraufhin von den Ermittlern des Landeskriminalamts ausgeforscht. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen Mordverdachts. Wie sich herausstellte, war er kurz vor dem Auffinden der Leiche mit einem Blumenstrauß in der Hand in der Seniorenresidenz in Wien-Döbling gesehen worden. Eine Verwandte seiner Lebensgefährtin soll seit längerem in dem Pensionistenheim leben. Über die Frau könnte der Mann das spätere Opfer kennengelernt und die 87-Jährige um Geld gebeten haben.

61-Jähriger polizeibekannt

Der 61-Jährige ist massiv vorbestraft. Zuletzt war er Anfang Juni 2020 wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er eine ältere Frau angeschwindelt und ihr mit falschen Versprechungen 180.000 Euro herausgelockt hatte. Einer weiteren Bekannten hatte er 50.000 Euro entlockt. Nach seiner Enthaftung dürfte der Mann dem Glücksspiel nachgegangen sein. Er soll erhebliche Spielschulden aufweisen.

(APA/Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]