Dem Landeskriminalamt Wien ist ein Schlag gegen eine mutmaßliche Tätergruppe im Bereich des Trickdiebstahls gelungen. Vier Personen stehen im Verdacht, zwei hochbetagte Wiener bestohlen zu haben. Gegen drei Beschuldigte bestehen zudem europäische Haftbefehle.
Polizeibeamte nahmen gemeinsam mit der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität drei Frauen im Alter von 45, 46 und 47 Jahren sowie einen 33-jährigen Mann fest. Die Frauen sind polnische, deutsche und US-amerikanische Staatsangehörige, der Mann ist polnischer Staatsbürger.
Die Beschuldigten stehen im Verdacht, zwei bekannte Opfer im Alter von 86 und 96 Jahren bestohlen zu haben. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand sollen sie Bargeld und Schmuck erbeutet haben.
Laut Polizei gingen die Tatverdächtigen nach demselben Muster vor: Die Opfer wurden auf dem Heimweg im Stiegenhaus angesprochen und mittels sogenanntem Zetteltrick in ein Gespräch verwickelt. Während eine Person ablenkte, soll ein Komplize in die Wohnung gelangt sein und diese nach Wertgegenständen durchsucht haben.
Bei der Festnahme konnten mehrere Schmuckstücke sowie Bargeld sichergestellt werden. Nach Angaben der Ermittler handelt es sich bei den Beschuldigten um eine kriminelle Vereinigung, die bereits in Österreich und Deutschland mit ähnlichen Delikten in Erscheinung getreten sein soll.
Gegen alle vier Personen bestehen EU-Haftbefehle wegen im Ausland begangener Straftaten. Die Beschuldigten verweigerten die Aussage und wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt gebracht. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Die Wiener Polizei ersucht mögliche weitere Geschädigte oder deren Angehörige, sich beim Landeskriminalamt Wien, Außenstelle West, Journaldienst Diebstahl, unter der Telefonnummer 01-31310 DW 25600 zu melden.