Nach der Forderung von ÖVP Wien Chef Figl für eine wienweite Sonntagsöffnung, hat die Gewerkschaft GPA Wien ihre Ablehnung erneut bekräftigt.
"Sowohl die Handelsbeschäftigten selbst als auch die Wienerinnen und Wiener lehnen eine Sonntagsöffnung klar ab. Daran ändert sich nichts, egal wie oft man in Zeitungsinterviews danach ruft", sagt Bettina Wucherer, Geschäftsführerin der GPA Wien, zur Forderung nach einer wienweiten Sonntagsöffnung.
Es fehlt nach wie vor eine ernsthafte Diskussion über die tatsächlichen Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: "Während Mehreinnahmen durch eine Sonntagsöffnung alles andere als garantiert sind, stehen auf der anderen Seite reale Konsequenzen für die Beschäftigten: noch weniger Planbarkeit und mehr Belastung", erklärt Wucherer weiter. Der Sonntag ist nämlich bereits jetzt für viele Beschäftigte der einzige verlässliche Tag, um Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und sich zu erholen.
Eine Öffnung an Sonntagen würde genau das bedrohen: "Sonntagsarbeit bedeutet noch weniger Planbarkeit für jene, die schon jetzt unter häufigem Einspringen, Personalmangel und hohem Arbeitsdruck leiden", erklärt Wucherer. "Dazu kommen praktische Herausforderungen, wie fehlende Kinderbetreuungsangebote am Sonntag", ergänzt die Gewerkschafterin. "Diese Lebensrealitäten werden wieder einmal konsequent ausgeblendet. Der Ruf nach einer Sonntagsöffnung entspricht vielleicht dem Wunsch des Bezirksvorstehers, aber sicher nicht dem der Bevölkerung", betont Wucherer abschließend.