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KHM Wien startet im März ganzjährigen Italien-Schwerpunkt

11-02-2026, 11:59

Im März beginnt das Kunsthistorische Museum (KHM) Wien mit einem ganzjährigen Italien-Schwerpunkt. Mehr als 100 Meisterwerke aus den Sammlungen des Hauses werden bei zwei Ausstellungen in Rom und Triest zu Gast sein.

Im Frühling beginnt die Neuhängung der KHM-Gemäldegalerie mit Schwerpunkt auf den italienischen Werken aus Renaissance und Barock. Drei Sonderschauen in Wien widmen sich den italienischen Barockkünstlern Canaletto, Bellotto und Bernini sowie dem antiken Machtzentrum Rom.

"Mit unseren hochkarätig beliehenen Ausstellungen und herausragenden Leihgaben aus unserer Sammlung zeigen wir ein Panorama Europas und seiner gemeinsamen Kunstgeschichte. In Zeiten nationaler Instrumentalisierung von Kunst und Kultur wollen wir einer Vereinnahmung der Vorstellungswelt dem Pluralismus der europäischen Identität entgegenstellen", wird Generaldirektor Jonathan Fine in einer Aussendung vom Mittwoch zitiert.

Auftakt: Ausstellung im Palazzo Cipolla in Rom

Den Auftakt macht ab 6. März eine Ausstellung im Palazzo Cipolla in Rom. Unter dem Titel "Von Wien nach Rom. Meisterwerke der Habsburger aus dem Kunsthistorischen Museum" werden den Angaben zufolge erstmals in Italien mehr als 50 Meisterwerke aus den Sammlungen des KHM präsentiert. Die Auswahl biete einen Überblick über vier Jahrhunderte europäischer Malerei.

Am 24. März öffnet in Wien eine Sonderschau, die sich den venezianischen Vedutenmalern Canaletto und Bellotto widmet. Viele der gezeigten Werke, insbesondere Canalettos London-Bilder, werden erstmals in Österreich zu sehen sein.

Italien-Schwerpunkt im KHM Wien

Zeitgleich beginnt die schrittweise Umhängung der Gemäldegalerie. Der Schwerpunkt liegt auch hier auf italienischen Werken aus der Renaissance und dem Barock. Neben den weltberühmten Highlights von Raffael bis Tintoretto werden sowohl neu restaurierte, als auch Gemälde in die Galerie Einzug halten, die aufgrund von Platzmangel im Depot waren, berichtete das KHM. Den Anfang machen die beiden frisch restaurierten monumentalen Werke eines weiteren venezianischen Meisters, Giovanni Battista Tiepolo.

Am 2. April öffnet in Triest "Ancient Egypt in Miramare". Maximilian von Habsburg (1832-1867) versammelte fast 2.000 ägyptische Objekte in Schloss Miramare bei Triest. Nach seinem Tod kamen diese Bestände zur Ägyptisch-Orientalischen Sammlung des KHM. Eine Auswahl dieser Exponate kehrt für die Dauer der Schau ins Schloss zurück.

Von Kleopatra bis Bernini

Von Macht und Intrigen in antiken Großstädten handelt ab 20. Oktober die Ausstellung "Tatort Ephesos. Kleopatra und Rom" in der Neuen Hofburg. Zum Finale des Italien-Schwerpunktes wird ab 2. Dezember im Palais Lobkowitz das Porträtschaffen von Gian Lorenzo Bernini in den Medien Skulptur, Zeichnung und Malerei beleuchtet.

(APA/Red)

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