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Radioaktiver Fund in Wien-Liesing wirft Fragen auf: Woher stammt das Material?

11-02-2026, 10:44

Nach dem Fund von radioaktivem Material in einer Entsorgungsfirma in Wien-Liesing ermitteln nun Spezialisten zur Herkunft des Materials. Das drei Meter lange Rohr wurde zur Analyse nach Seibersdorf gebracht, während geprüft wird, wie der radioaktive Stoff in Umlauf geraten konnte.

Wie berichtet, wurde in einer Entsorgungsfirma in der Oberlaaer Straße in Wien-Liesing am Montag ein rund drei Meter langes Rohr mit einem Durchmesser von etwa 15 Zentimetern entdeckt. Auf dessen Oberfläche wurde der radioaktive Stoff Thorium 232 nachgewiesen. Laut Polizei befand sich das radioaktive Pulver auf der Außenseite des Rohres.

Radioaktives Material in Wien-Liesing entdeckt: Ermittlungen zur Herkunft

Laut "Wien heute" wird derzeit untersucht, woher das Rohr stammt. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass es möglicherweise von einer Baustelle in Wien angeliefert wurde. Zur weiteren Analyse und Beweissicherung wurde das Objekt nach Seibersdorf gebracht.

Das Landeskriminalamt hat Ermittlungen aufgenommen. Spezialisten für Umweltkriminalität prüfen unter anderem den Verdacht einer fahrlässigen Gefährdung durch Kernenergie oder ionisierende Strahlen sowie mögliche Umweltdelikte, wie der ORF berichtet.

Feuerwehr stand im Großeinsatz

Nach dem Fund wurde das Firmengelände vorsorglich abgesperrt. Die Feuerwehr führte umfassende Messungen durch. Es wurden nur geringe Strahlenwerte festgestellt. Für Personen außerhalb des Geländes bestand laut Behörden keine Gefahr. Vier Personen wurden aus Sicherheitsgründen im AKH untersucht. Eine Kontamination konnte dabei nicht festgestellt werden.

(Red)

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