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Wirtschaftskammer Wien Präsident Ruck will nicht zurücktreten

Gestern, 14:56

Der Präsident der Wirtschaftskammer Wien, Walter Ruck, schließt einen Rücktritt aus und wehrt sich gegen neue Vorwürfe.

"Ich bin für die Periode bis 2030 gewählt" und werde diese "genauso zu Ende führen", bekräftigte WKW-Präsident Ruck am Dienstag im Ö1-"Mittagsjournal". Zuvor waren neue Vorwürfe laut geworden, er habe die langjährige Spartenobfrau Maria Neumann gedrängt, eine Rücktrittserklärung Monate im Voraus zu unterzeichnen.

Vorwürfe gegen WKW-Präsident Ruck um Neumann-Abgang und "Postenschacher"

Im Zentrum der aktuellen Debatte steht der Abgang von Maria Neumann, die elf Jahre lang die Sparte Gewerbe und Handwerk leitete. Nach entsprechenden Berichten von "profil" und "Standard" schilderte Neumann am Dienstag im Ö1-"Mittagsjournal", ihr sei ein vorab verfasstes Rücktrittsschreiben vorgelegt worden. Es sei ihr klar gewesen: "Wenn ich das nicht unterschreibe, dann werde ich auch nicht mehr zur Spartenobfrau gewählt." Ruck stellte die Situation anders dar. Er habe Neumann eröffnet, in der neuen Periode ohne sie weitermachen zu wollen. Als Grund nannte der WK-Wien-Chef Zeitmangel aufgrund von Neumanns ÖVP-Nationalratsmandat. Dies wies die Betroffene als vorgeschoben zurück, da sie vom Wirtschaftsbund explizit für das Parlament nominiert worden sei.

Ruck steht bereits seit längerem in der Kritik. Zuletzt sorgte die Entsendung von drei engen Familienmitgliedern in Gremien der Sozialversicherungsträger für Debatten über "Postenschacher". Ruck hatte diese Entscheidungen mit der fachlichen Qualifikation seiner Angehörigen verteidigt. Angesprochen auf die Stimmung in der Kammer, merkte Neumann im "Ö1"-Interview an, die aktuelle Situation tue "der Organisation nicht gut".

(APA/Red)

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