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Wirtschaftskammer Wien hilft Unternehmen gegen Cyberattacken

Gestern, 07:00

"Es ist weniger eine Frage, ob ein Unternehmen Opfer einer Cyberattacke wird, als viel mehr, wann dies der Fall sein wird", so Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der WK Wien und hebt hervor, dass im letzten Jahr jeder sechste Cyberangriff auf ein Unternehmen in Wien erfolgreich war.

Die fortschreitende Digitalisierung unserer Welt bringt neben Bequemlichkeiten auch Gefahren mit sich. Cyberkriminalität stellt eine der bedeutendsten Herausforderungen für Unternehmen in der heutigen Zeit dar. Denial of Service Attacken sind mit einem Anteil von 85 % die häufigste Angriffsform in Wien, gefolgt von Malware (75 %) und Phishing-Attacken (68 %). Dies ergibt sich aus der neuesten KPMG-Umfrage.

Wirtschaftskammer Wien: So sichert man das Homeoffice gegen Cyberattacken

IT-Geräte, die im Homeoffice genutzt werden, dienen Cyberkriminellen oft als Einstiegspunkt in Unternehmensnetzwerke. Daher bleiben Virtuelle Private Netzwerke (VPN) eine wesentliche Komponente der Cybersicherheit. Unsichere Router, private WLAN-Verbindungen und ungeschützte Endgeräte erleichtern es Hackern, in interne Systeme von Firmen einzudringen. "Ein gut konfiguriertes VPN mit starker Authentifizierung ist nach wie vor ein weiterer guter Baustein zu einem umfassenden Schutz vor potenziellen Angriffen auf Firmennetzwerke", so Heimhilcher.

Absolute Sicherheit kann nicht gewährleistet werden. Dennoch existieren Maßnahmen, um das Risiko von Cyberangriffen zu reduzieren. Cyberkriminelle nutzen häufig Social Engineering, um Zugang zu Konten oder Systemen zu erlangen. "Eine große Schwachstelle ist und bleibt der Mensch", sagt Martin Heimhilcher und betont die Notwendigkeit, Mitarbeiter zu sensibilisieren und zu schulen.

Etwa 78 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) haben zwischen einem und neun Mitarbeiter und besitzen keine eigene IT-Abteilung. Es ist ratsam, einen vertrauenswürdigen IT-Dienstleister zur Unterstützung zu engagieren, der im Bedarfsfall eingreifen kann und remote mit dem IT-System des Unternehmens verbunden ist, um einen Cyberangriff frühzeitig zu erkennen.

Unterstützung für Unternehmen in Wien bei Cyberattacken

Falls ein Unternehmen von einer Cyberattacke betroffen ist und keinen IT-Dienstleister zur Verfügung hat, steht die Cybersecurity-Hotline der Wirtschaftskammer zur Verfügung. Sie ist unter der Nummer 0800 888 133 an allen sieben Tagen der Woche rund um die Uhr erreichbar. Neben einer ersten Beratung kann auf Wunsch auch eine Verbindung zu einem in der Nähe ansässigen, auf Cybersecurity spezialisierten IT-Dienstleister hergestellt werden. Um den finanziellen Schaden so gering wie möglich zu halten, existieren . Es ist ebenfalls entscheidend, frühzeitig den vertrauten Versicherungsmakler zu konsultieren, um das geeignete Produkt für das Unternehmen auszuwählen.

"Cybercrime ist eine ernsthafte Bedrohung für KMU - das Herz des Wirtschaftsstandorts Österreich", sagt Heimhilcher: "Wenden Sie sich an den IT-Dienstleister Ihres Vertrauens, damit das Internet nicht zu einem Sicherheitsproblem für Ihr Unternehmen werden kann." Am 10. Februar 2026 wird der Safer Internet Day zum 23. Mal begangen. Wie zuvor steht er unter dem Motto "Together for a better Internet". An diesem Tag beteiligen sich weltweit über 100 Länder mit dem Ziel, das Bewusstsein für den sicheren Umgang mit digitalen Medien zu schärfen.

(Red)

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