Nachdem die Mutter einer Frau diese nicht erreichen konnte, erstattete sie Anzeige in einer Polizeiinspektion in Niederösterreich. In weiterer Folge wurde die Wohnung der Frau im Bezirk Wien-Landstraße durch die Berufsfeuerwehr geöffnet.

Nachdem die Mutter einer Frau diese nicht erreichen konnte, erstattete sie Anzeige in einer Polizeiinspektion in Niederösterreich. In weiterer Folge wurde die Wohnung der Frau im Bezirk Wien-Landstraße durch die Berufsfeuerwehr geöffnet.
Dabei fanden Einsatzkräfte die Frau in Wien-Landstraße mit schweren Verletzungen vor. Sie wurde von der Berufsrettung Wien umgehend notfallmedizinisch erstversorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Im Zuge der medizinischen Versorgung stellten die behandelnden Ärzte fest, dass die Verletzungen durch massive Gewaltanwendung verursacht worden sein könnten. Auch ein mögliches Sexualdelikt kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Die Frau wurde in den Schockraum gebracht und schwebt in Lebensgefahr. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen.
"Sie war grundsätzlich in einem sehr schlechten Allgemeinzustand", sagte ein Sprecher der Berufsrettung der APA über den Einsatz in der Wohnung. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte sei die 26-Jährige bereits dehydriert gewesen und habe verwahrlost gewirkt. "Sie war dementsprechend sehr schlecht ansprechbar", sagte der Sprecher.
Die Polizei geht davon aus, dass die Frau "bereits mehrere Tage in der Wohnung gelegen ist", wie Sprecher Markus Dittrich gegenüber der APA erklärte. Ob sie tatsächlich missbraucht worden sei, müssten "die Untersuchungen und Ermittlungen zeigen", sagte Dittrich. "Derzeit sieht es jedoch so aus, da ihre Verletzungen deutlich darauf hinweisen." Er sprach von Hämatomen und Schürfwunden am Körper der Österreicherin.
Angaben zu den Hintergründen der mutmaßlichen Gewalttat habe die Wienerin jedenfalls nicht mehr machen können. Ihr Zustand habe dies nicht mehr zugelassen, hieß es seitens der Landespolizeidirektion. Die Mutter soll nun durch die Polizei befragt werden. Die Arbeiten der Spurensicherung am Tatort in der Wohnung waren am Freitagnachmittag noch im Gange.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, ; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter ; Gewaltschutzzentrum Wien: und beim 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien: 01-71719 sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217; Polizei-Notruf: 133
(Red)
