Wien Energie setzt auf Robotik im Kraftwerksbetrieb: Nach dem erfolgreichen Einsatz des ersten "Energy Dogs" in Simmering geht nun ein ganzes Roboter-Rudel an den Start. Vier neue KI-unterstützte Assistenzsysteme sollen künftig autonom Kraftwerke überwachen – für mehr Sicherheit und Effizienz.
Wien Energie setzt auf Automatisierung im Kraftwerksbetrieb: Nach dem europaweit ersten Roboter-Hund im Regelbetrieb 2023 folgen nun vier weitere "Energy Dogs" des Typs "Spot" von Boston Dynamics. Sie werden in Simmering, Donaustadt und der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig eingesetzt.
Die Roboter-Hunde sind fast einen Meter groß, ca. 42 Kilogramm schwer, können bis zu 1,5 Meter pro Sekunde laufen und bewältigen mit ihren vier "Pfoten" auch unwegsames Gelände, wie Stiegen oder Gitterböden. Sie sind mit Wärmebildkameras, Multigasmessern und akustischen Sensoren ausgestattet, erkennen Anomalien in Echtzeit und melden diese automatisch an das Betriebspersonal.
Foto: Stadt Wien / Christian Fürthner
"Energy Dogs" entlasten menschliches Personal bei wiederkehrenden Kontrollgängen und in potenziell gefährlichen Situationen. Mitarbeiter müssen gefährliche Bereiche nicht mehr persönlich betreten, sondern können mithilfe der Roboter aus sicherer Distanz reagieren.
Der erste "Energy Dog" absolvierte seit 2023 rund 4.000 Rundgänge mit je 90 Minuten Dauer und hat dabei etwa 1.600 Kilometer zurückgelegt – weiter als von Wien nach Paris. Dank KI und kontinuierlicher Nachrüstung konnte die Zuverlässigkeit laufend verbessert werden.
Neben dem Robo-Rudel setzt Wien Energie auch Drohnen zur Anlagenkontrolle ein. Gemeinsam mit einem Expertenteam aus Robotik, KI und Kraftwerksbetrieb wird die digitale Infrastruktur laufend weiterentwickelt – mit dem Ziel, Versorgungssicherheit und Effizienz zu steigern.