
Am Anfang steht nicht die Frage nach dem "besten Gerät", sondern: Was braucht dein Zuhause wirklich?
Profi-Tipp: Wenn es draußen richtig kalt ist, kannst du am Kessel/Regler oft die Temperatur ablesen, die in die Heizkörper geschickt wird (Vorlauftemperatur). Öffne alle Heizkörper vollständig und senke die Vorlauftemperatur schrittweise, bis es "gerade noch angenehm" bleibt. Dieser Wert ist ein guter Hinweis, welche Vorlauftemperatur dein Haus künftig braucht, und beeinflusst, wie effizient moderne Systeme im Bestand laufen. Wer zusätzlich sparen will, kann mit ein paar einfachen Maßnahmen im Alltag viel herausholen, etwa durch und regelmäßige Wartung.
Ein grober Richtwert aus der Sanierungspraxis: Wenn der Energiebedarf sehr hoch ist (z. B. über 200 kWh pro m² und Jahr), liegt der Kostentreiber oft nicht "nur" in der alten Heizung, sondern in Wärmeverlusten.
Die günstigeren, oft schnell wirksamen Hebel:
Fenster und Türen helfen ebenfalls, sind aber häufig deutlich teurer. Wichtig ist die Reihenfolge: Jede eingesparte Kilowattstunde senkt später die nötige Heizleistung – und kann das neue System kleiner, leiser und günstiger machen.
Man muss das Thema Warmwasser beim Heizungstausch nicht verkomplizieren. Viele wundern sich erst im Zuge der Planung, wie stark Warmwasser "mitentscheidet" – in der Praxis ist das aber bei den meisten Haushalten kein Problem, wenn man sich an ein paar einfache Leitlinien hält.
Der wichtigste Punkt: Nicht unnötig groß dimensionieren. Übertriebene Warmwasserspeicher erhöhen die Bereitschaftsverluste (das Wasser wird länger warm gehalten), brauchen mehr Platz und können die Effizienz des Gesamtsystems verschlechtern.
Wenn du das überwiegend mit Nein beantwortest, bist du in den meisten Fällen mit einem Standard-Trinkwasserspeicher von 180–200 Litern gut versorgt. Wenn du mehrere Fragen klar mit Ja beantwortest, lohnt sich eine größere Dimensionierung, dann aber bewusst, begründet und passend zum tatsächlichen Nutzungsprofil.
In Wien sind zwei Förder-Schienen besonders relevant:
In Summe sind damit - je nach Projekt und Kostenstruktur - bis zu 15.500 Euro möglich. Gleichzeitig ist wichtig: Eigenregie kann Förderungen ausschließen, muss es aber nicht. Zwar werden reine Eigenleistungen, Pauschalsummen und bloße Materialkosten bei der Stadt Wien nicht als förderfähige Kosten anerkannt und der Bund fördert keine Anlagen, die "in Eigenregie" errichtet wurden.
Trotzdem kann ein Projekt auch mit Eigenleistung „voll“ im Sinn der maximal möglichen Förderung gefördert werden – nämlich dann, wenn die förderrelevanten, sicherheitskritischen Arbeiten (Planung/Installation/Inbetriebnahme) durch befugte Fachbetriebe erfolgen und die förderfähigen Rechnungsbeträge hoch genug sind, um die Förderobergrenzen auszuschöpfen. Eigenleistung bleibt dann ein Sparhebel – nur eben nicht als eigener Kostenposten, sondern indem sie die Gesamtkosten senkt, während die förderfähigen Gewerke sauber dokumentiert und abgerechnet werden.
Viele Haushalte landen, je nach Haus, Warmwasser und Umbauten, grob in einer Gesamtspanne von 20.000 bis 30.000 Euro, häufig um 20.000–25.000 Euro. Damit Angebote wirklich vergleichbar werden, hilft eine Checkliste:
In Wien wollen viele beim Heizungstausch Kosten sparen, indem sie selbst mithelfen. Das kann gut funktionieren, wenn die Eigenleistung klar abgegrenzt ist und die kritischen Schritte fachlich abgesichert sind. Sinnvolle Eigenleistungen sind oft vorbereitende Arbeiten (Demontage, Freimachen von Leitungswegen, einfache Montage nach Anleitung), während Planung, sicherheitsrelevante Arbeiten, Prüfungen und Inbetriebnahme beim Profi bleiben sollten.
Warum diese Trennung so wichtig ist? Weil es nicht nur um Technik geht, sondern um Haftung, Dokumentation und Gewährleistung.
Hier setzen in der Praxis sogenannte Hybrid-Modelle an: Du übernimmst definierte Arbeitspakete, bekommst aber professionelle Anleitung, Kontrolle und eine klare Abnahme. In Wien wird in diesem Zusammenhang auch genannt, weil dort Eigenleistung als Konzept mit fachlicher Begleitung gedacht ist - inklusive sauberer Schnittstellen, Inbetriebnahme und dokumentierter Übergabe. Das klingt nach Detail, macht aber in der Realität den Unterschied zwischen "günstig" und "später teuer".
Gerade beim Heizungstausch mit Eigenleistung gilt: Für Arbeiten, die du komplett selbst ausführst, gibt es in der Regel keine Gewährleistung durch einen Fachbetrieb auf genau diese Leistungen. Wenn später ein Problem auftaucht, kann die Ursache schwer zuzuordnen sein – und dann wird’s schnell unerquicklich.
Praktisch bewährt hat sich daher:
Das schützt beide Seiten: dich als Auftraggeber und den Betrieb, der am Ende unterschreibt.
(Red)
