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Internationale Studie zu Nierenkrebsimpfung in Klinik Donaustadt

3-02-2026, 15:16

Ende des Jahres beginnt in der Klinik Donaustadt eine Studie zu Impfungen gegen Nierenkrebs. Dabei wird der Impfstoff eines Pharmaunternehmens aus der Schweiz getestet.

"Es handelt sich dabei um eine Immuntherapie aus körpereigenem Tumormaterial. Dass dieser Ansatz grundsätzlich funktioniert, konnte bereits gezeigt werden", so Martin Marszalek, Leiter der Abteilung für Urologie und Andrologie der Klinik Donaustadt, und fügt hinzu: "Wir sind stolz darauf, dass wir in der Klinik Donaustadt Krebs-Patient*innen auf höchstem Niveau versorgen und zugleich in der Forschung sowie der Entwicklung neuer Therapien eine wichtige Rolle spielen."

Internationale Studie zu Nierenkrebsimpfung mit rund 400 Patientinnen und Patienten

An der Studie beteiligen sich auch andere Spitäler im In- und Ausland, insgesamt werden etwa 400 Patientinnen und Patienten untersucht. Erste Ergebnisse erwartet der Facharzt nach etwa einem Jahr. Die Entwicklung der Krebstherapien zielt auf eine höhere Lebensqualität und geringere Belastung ab. Bei Nierenkrebs könnte bald ein therapeutischer Impfstoff verfügbar sein. Nach der Entfernung des Nierentumors haben einige Patientinnen und Patienten ein hohes Risiko für das Wiederauftreten von Krebs. Derzeit eingesetzte Medikamente können starke, teils irreversible Nebenwirkungen haben. Daher wird an einer neuen Therapie mit minimalen Nebenwirkungen geforscht, die nur klassische Impfreaktionen wie Schwellungen an der Einstichstelle verursacht.

Weniger Aufwand für Patientinnen und Patienten bei Verabreichung von Nierenkrebsimpfung

Ein zusätzlicher Vorteil besteht in der unkomplizierten Anwendung. Während bei der medikamentösen Behandlung über ein Jahr hinweg mehrstündige Infusionen erforderlich sind, wären nur wenige Impfungen ausreichend. Da die Therapie an die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Patientinnen und Patienten angepasst wird, sind die Kosten entsprechend hoch. Bei einer Zulassung des Impfstoffs wird er zuerst Hochrisiko-Patientinnen und Patienten zur Verfügung gestellt werden.

Organerhaltende Nierenkrebs-Entfernung dank Da Vinci-OP-Roboter in Klinik Donaustadt

Nach einer chirurgischen Tumorentfernung sind die meisten Patientinnen und Patienten mit Nierenkrebs geheilt. Die Klinik Donaustadt hat sich auf die Verwendung des Da Vinci-OP-Roboters spezialisiert. Dieser ermöglicht den Patientinnen und Patienten bessere Ergebnisse dank höherer Präzision, reduzierter Schmerzen und schnellerer Erholung. Martin Marszalek erklärt: "Jährlich machen wir bei Nierentumoren rund 120 Eingriffe mit roboterassistierter Chirurgie, die es uns ermöglicht, auch sehr komplexe Nierentumore organerhaltend zu operieren".

(Red)

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