Die Bauarbeiten an der Stadtstraße neigen sich dem Ende zu, da der Tunneldurchstich erfolgreich abgeschlossen wurde. Der Straßenbau in Wien schreitet voran und soll bis 2027 für den Verkehr freigegeben werden.
Die Stadtstraße wird auf ihrer gesamten Länge durch zwei Tunnelanlagen geführt, die sowohl die Zugstrecke als auch die U-Bahn unterqueren. Am Montag wurde der Tunneldurchstich durch die letzte verbliebene Erdschicht vollzogen. Thomas Keller, der Leiter der städtischen Straßenbauabteilung, äußerte sich optimistisch: "Wir haben mit den zwei Tunnelanlagen das Herzstück dieses Projektes Richtung Ende gebracht. Wir rechnen damit, dass wir im Herbst mit beiden Tunnelanlagen fertig sind."
Der Straßenbau steht in diesem Jahr im Mittelpunkt des Projekts. Keller führte aus, dass die Fahrbahnen in den Tunnelanlagen hergestellt werden müssen, ergänzt durch die Stadtstraße selbst, die zwischen den beiden tiefergelegten Tunneln verlaufen wird. Diese Trasse führt an einem neuen Wohnviertel vorbei, das sich zwischen den U2-Stationen Hausfeldstraße und Lina-Loos-Platz befindet.
Die Verkehrsfreiheit der Stadtstraße ist für 2027 vorgesehen. Es wird keine direkte Zufahrt aus dem Wohnviertel zur Stadtstraße geben; die nächste Ein- und Ausfahrtsmöglichkeit befindet sich in der Seestadt. Momentan zeigt sich die Stadtstraße noch in Form vieler einzelner Baustellen, die erst zum Schluss miteinander verbunden werden. Keller berichtet von einem Fortschritt von etwa 80 Prozent im Projekt.
Die Gesamtfinanzierung des Projekts beläuft sich auf 460 Millionen Euro, wobei sowohl der Bund als auch die Stadt Wien jeweils 50 Prozent der Kosten tragen. "Aus heutiger Sicht werden wir diesen Kostenrahmen halten können. Zeitlich waren wir sehr ehrgeizig. Wir wollten die Zeit, die uns durch die Besetzung verloren gegangen ist, und das war mehr als ein gutes halbes Jahr, aufholen", so Keller weiter. Wie der ORF berichtet, zeigt sich damit, dass das Projekt auf einem guten Weg ist.