Ein neues Citybuskonzept verbessert ab Herbst die Anbindung zwischen der Wiener Innenstadt und angrenzenden Bezirken. Die Linien 2A, 3A und 57A erhalten neue Routen sowie zusätzliche Haltestellen und werden dank Wasserstofftechnologie zuverlässiger – ein weiterer Schritt zur verkehrsberuhigten City.
Die Stadt Wien, die Bezirke und die Wiener Linien haben ein neues Buskonzept entwickelt, das 2026 schrittweise umgesetzt wird. Ziel ist es, die Linien 2A, 3A und 57A neu zu führen, um Wohngebiete, Umsteigepunkte und angrenzende Bezirke besser anzubinden. Gleichzeitig werden die Buslinien zuverlässiger und effizienter.
Linien 2A und 3A fahren ab Herbst auf neuen Routen
Die Umbaumaßnahmen für die Linien 2A und 3A starten im Frühsommer 2026. Ab Herbst sollen die Busse dann auf den neuen Strecken unterwegs sein. Unter anderem wird die Linie 2A künftig eine direkte Verbindung vom ersten Bezirk bis zum Augarten bieten.
Besonders das Gebiet rund um die Seilerstätte profitiert vom neuen Konzept. Bezirksvorsteher Markus Figl betont, dass die Citybusse gezielt als niederschwelliges Mobilitätsangebot für die Bevölkerung der Inneren Stadt erhalten und verbessert werden. Die Zusammenarbeit mit den Bezirken habe zur direkten Anbindung an den 2. und 6. Bezirk geführt.
Die neuen Linienführungen im Detail
Die Linie 2A wird über die Innenstadt hinaus in den zweiten Bezirk verlängert und bindet den Karmelitermarkt sowie den Augarten an. Damit können Öffi-Fahrgäste direkt von der Innenstadt ins grüne Naherholungsgebiet fahren.
Der 3A übernimmt teilweise Stationen der Linie 2A und bindet künftig das Wohngrätzl um die Seilerstätte besser an. Die Linie fährt ausgehend von ihrer bisherigen Route über den Schwarzenbergplatz bis zur neuen Endhaltestelle bei der Oper.
Der 57A wird bis zur Oper verlängert. Dort können die Fahrgäste bequem und schnell zum Öffi-Knotenstation Oper/Karlsplatz wechseln.
Die Linie 1A wird weiterhin auf ihrer gewohnten Strecke unterwegs sein.
Grafik: APA/Wiener Linien
17 neue oder adaptierte Haltestellen im Stadtgebiet
Insgesamt entstehen 17 neue bzw. umgebaute Haltestellen. Die Maßnahmen für die Linie 57A beginnen noch 2026, die neue Routenführung folgt im Frühjahr 2027. Auch Intervalle und Betriebszeiten der Busse werden leicht angepasst.
Ein weiteres Ziel der neuen Planung war es, die Busse von Fiaker-Routen zu entflechten. Das soll für mehr Pünktlichkeit sorgen und Staus vermeiden. Die Citybusse kommen künftig schneller und störungsfreier durch die Innenstadt.
Moderne Wasserstoffbusse in Wiener City unterwegs
Seit Herbst 2025 sind auf den Linien 2A und 3A neue E-H2-Busse unterwegs. Diese Fahrzeuge kombinieren Elektromotoren mit Wasserstoff-Brennstoffzellen. Die Technologie erlaubt ganztägige Fahrten ohne Nachladen – eine Ladeinfrastruktur in der City ist nicht mehr nötig.