Die Erzdiözese Wien ernennt Andreas Kaiser als neuen Generalvikar, der ab September Nikolaus Krasa ablöst. Kaiser ist derzeit Pfarrer und Dechant in Stockerau. Diese Personalentscheidung von Erzbischof Josef Grünwidl wurde von "Kathpress" bekannt gegeben. Richard Kager, Pfarrer und Dechant aus Perchtoldsdorf, wird als Bischofsvikar von Unter dem Wienerwald eingesetzt.
Das Vikariat unter dem Wienerwald stellt den südlichen Teil der Erzdiözese Wien dar, befindet sich vollständig im Bundesland Niederösterreich und umfasst etwa 280.000 Katholiken in nahezu 200 Pfarren. Die beiden anderen Territorialvikariate umfassen die Stadt Wien einschließlich Klosterneuburg sowie das Vikariat unter dem Manhartsberg, das sich aus dem Weinviertel und dem Marchfeld zusammensetzt.
Am 1. September wird Kaiser das Amt des Generalvikars übernehmen, der insbesondere die Verwaltung der Diözese und ihres mit 2.000 Klerikern und Laienangestellten umfangreichen Personalstandes managt. Ein Generalvikar ist Stellvertreter des Diözesanbischofs, in dessen Auftrag er die Verwaltung der Diözese leitet. Krasa hatte das Amt 15 Jahre inne gehabt. Erzbischof Grünwidl hob hervor, dass er dabei "den von Kardinal Christoph Schönborn initiierten Erneuerungsprozess unserer Erzdiözese klug, konsequent, mit viel Energie und Herzblut weitergeführt" habe. Der scheidende Generalvikar wiederum zeigte sich "froh", die "durchaus herausfordernde Aufgabe" in jüngere Hände legen zu dürfen.