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Grippe flaut ab - aber noch keine Entwarnung

Gestern, 12:48

Die Grippewelle in Österreich hat ihren Höhepunkt offenbar überschritten. Nach einem ungewöhnlich frühen Start im Dezember sind die Influenza-Fälle zuletzt rückläufig.

Influenza-Fälle sind in Österreich nach einem ungewöhnlich frühen Start der Saison im Dezember in der Zwischenzeit wieder rückläufig. Expertinnen und Experten schließen einen neuerlichen Anstieg in den Semesterferien aber nicht aus. Derzeit ortet die Generalsekretärin des Arzneimittel-Vollgroßhändlers Phago, Monika Vögele, einen Lieferengpass bei Grippe-Medikamenten, nachdem der Bedarf Ende 2025 sehr hoch war. Aber: "Aktuell können wir Lieferausfälle gut kompensieren."

Sorge um Medikamenten-Versorgung

Für Anfang Februar sei weiterer Nachschub angekündigt, wird Vögele in einer Aussendung am Mittwoch zitiert. "Auch bei Paracetamol-haltigen Schmerzmitteln stockt bei einigen Präparaten im Moment die Nachlieferung. In unseren Phago-Lagern haben wir aber 220.000 Medikamente mit diesem Wirkstoff bevorratet, damit ist genug da. Kinderfiebersäfte sind ausreichend auf Lager, ebenso Hustenstiller, Nasensprays und Schnupfenmittel", so Vögele.

Keine Probleme bei Herz-Kreislauf-Mitteln

Positive Zahlen können aber bei Herz-Kreislauf-Mitteln verkündet werden. In diesem Bereich sind 94 Prozent aller Medikamente problemlos verfügbar. Bei Psycholeptika hingegen, also dämpfenden Psychopharmaka wie Schlaf- und Beruhigungsmitteln, sind 104 Arzneimittel und damit über ein Viertel von Lieferverzögerungen betroffen. Bei Psychoanaleptika, das sind anregende Psychopharmaka wie Antidepressiva, sind es zwar nur acht Prozent, darunter fallen aber Einzelfälle ohne Alternativtherapien. Bei Schmerzmitteln gibt es bei jedem Fünften Schwierigkeiten bei der zeitgerechten Anlieferung, wird in der Aussendung zitiert.

"Aktuell müssen wir bei knapp 1.300 Arzneimitteln lenkend eingreifen, weil es seitens der Industrie Probleme beim Nachschub gibt. Mehr als zwölf Prozent des Arzneimittelmarktes sind von Lieferschwierigkeiten betroffen", sagte Vize-Generalsekretärin Mila Pohl.

(APA/Red)

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