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Wiener Polizei schnappt mutmaßlichen Serienbetrüger

Gestern, 11:40

Durch umfangreiche und genaue Ermittlungen konnte das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Mitte, Gruppe Glatz, einen 45-jährigen, polizeibekannten Österreichischer als mutmaßlichen Serienbetrüger identifizieren und festnehmen.

Der mutmaßliche Serienbetrüger wurde vergangene Woche mit Unterstützung der WEGA in einem Hostel in Wien-Favoriten gefasst. Während des Zugriffs versuchte der 45-Jährige, durch ein Fenster und ein davorstehendes Baugerüst zu fliehen, wurde jedoch von den Kriminalbeamten, die die Außensicherung übernahmen, gestoppt.

Mutmaßlichen Serienbetrüger soll hohen fünfstelligen Schaden verursacht haben

Der 45-jährige Mann steht unter Verdacht, zwischen September 2024 und Februar 2025 in mindestens 15 Fällen vorgetäuscht zu haben, Wohnungen zu vermieten. Dabei soll er Anzahlungen, Kautionen sowie Monatsmieten im Voraus kassiert haben. Der verursachte Schaden beläuft sich auf etwa 38.000 Euro. Zudem wird dringend vermutet, dass der mutmaßliche Betrüger in bisher 45 bekannten Fällen als angeblicher Mitarbeiter eines Installations- oder Malerbetriebs auftrat und vor allem älteren Bewohnern dringende Arbeiten, beispielsweise aufgrund angeblicher Wasserschäden, vorgaukelte. Dabei drängte er die Opfer, ihn in die Wohnungen zu lassen, um vermeintlich größere Schäden abzuwenden.

Für diese vermeintlichen Arbeiten verlangte er jeweils sofortige Barzahlungen. In mehreren Fällen soll der Mann außerdem Wertgegenstände aus den Wohnungen gestohlen haben, wenn sich die Gelegenheit bot. Teilweise überredete er seine Opfer, ihn zur Bank zu begleiten und Geld abzuheben, wobei er direkt neben den Geschädigten stand. Zur Untermauerung seiner Glaubwürdigkeit stellte er teilweise sogar Bestätigungen aus und legitimierte sich gelegentlich mit seinem Reisepass. Sein Auftreten wurde von den Opfern als freundlich und seriös wahrgenommen. Der in diesem Zusammenhang entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 28.000 Euro.

In der Vernehmung gestand der 45-Jährige, der von der Staatsanwaltschaft Wien bereits wegen weiterer Betrügereien zur Festnahme ausgeschrieben war. Als Motiv nannte er seine Drogensucht sowie die Sicherung seines Lebensunterhalts. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der Mann in eine Justizanstalt gebracht. Im Zuge der Festnahme sichergestellter Geldschmuck konnte einem 90-jährigen Opfer mittlerweile zurückgegeben werden.

(Red)

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