Josef Grünwidl hat seine erste Messe als neuer Wiener Erzbischof mit rund 100 Menschen gefeiert, die von Armut betroffen sind. Die Feier fand im Priesterseminar statt und wurde gemeinsam mit der Pfarrcaritas organisiert.
Josef Grünwidl hat am Tag nach seiner Weihe die erste Messe als Wiener Erzbischof gefeiert. Gemeinsam mit der Pfarrcaritas lud er 100 armutsbetroffene Menschen zum Gottesdienst mit anschließendem Mittagessen in das Priesterseminar von Wien, St. Pölten und Eisenstadt ein. Es sei Grünwidl besonders wichtig, "dass die Armen im Blick bleiben und dass ich auf die schaue, die am Rand unserer Gesellschaft sind", hieß es am Sonntag in einer Aussendung.
"Hilfsbedürftige haben in der Bibel einen ganz hohen Stellenwert, weil uns in diesen Menschen Gott selber begegnet", so der Erzbischof weiter. Eingeladen zur Messe waren unter anderem Menschen, die die Wärmestuben in den Pfarren besuchen sowie Frauen, die von der St. Elisabeth-Stiftung betreut werden. Die Armutsbetroffenen überraschten Grünwidl laut Aussendung mit einem selbst komponierten Segenslied und schenkten ihm ein Franziskuskreuz. Den Tischdienst beim Mittagessen übernahmen die Seminaristen des Priesterseminars. Der Ort der Messe war vorerst geheim geblieben.
Josef Grünwidl hatte am Samstag das Amt des 33. Erzbischofs von Wien übernommen. Die Weihe und die anschließende Amtseinführung fanden mit rund 3.000 Gästen im Wiener Stephansdom statt. Geleitet wurde die Zeremonie bis zur Weihe von Grünwidls Vorgänger, Kardinal Christoph Schönborn.