logo



[email protected]

Grünes Licht für Verbindungsbahn: So reagieren die Wiener Parteien

23-01-2026, 13:32

FPÖ und ÖVP haben am Freitag auf die am Vortag verkündete Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVwG) reagiert, wonach der Ausbau der Wiener Verbindungsbahn erlaubt ist.

Der Ausbau der Verbindung darf unter bestimmten Bedingungen erfolgen, so das Bundesverwaltungsgerichts (BVwG). Die FPÖ fordert, den Verwaltungsgerichtshof anzurufen, während die ÖVP begrüßt, dass verbindliche Auflagen zum Schutz der Anwohner erwirkt wurden.

SPÖ begrüßt grünes Licht für Verbindungsbahn in Wien

Die SPÖ sieht im Ausbau der Verbindungsbahn ein zentrales Infrastrukturprojekt für den Westen Wiens und eine Voraussetzung für den geplanten S-Bahn-Ring. "Die neuen Stationen bei der Hietzinger Hauptstraße und unter der Stranzenbergbrücke sind eine große Chance für die Hietzinger:innen auch Strecken innerhalb des Bezirkes öffentlich zurücklegen zu können.", so der stellvertretende Bezirksvorsteher in Wien-Hietzing Marcel Höckner.

Die SPÖ begrüßt den begleitende Rad- und Fußweg sowie der Bau eines Lärmschutzes entlang der Trasse der Verbindungsbahn, fordert aber "bei all den Vorteilen, die dieses Projekt nach der Fertigstellung für den öffentlichen Verkehr bietet, braucht es während der Bauphase aber auch umfassende Informationen für die Hietzinger:innen und auch eine Kontaktperson bei den ÖBB, an die sich die Wohnbevölkerung bei Anliegen und Unklarheiten wenden kann", so Höckner und die Klubvorsitzende der SPÖ Hietzing Mayer-Egerer.

Verbindungsbahn: FPÖ wünscht sich Anrufung des Verwaltungsgerichtshofs

"Beschwerden von Bürgerinitiativen und Anrainenden wurden abgewiesen, eine ordentliche Revision am Verwaltungsgerichtshof bleibt jedoch offen", so FPÖ-Hietzing Bezirksparteiobmann Georg Heinreichsberger. Er wünscht sich gemeinsam mit den Bürgerinitiativen und den im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht vertretenen Organisationen eine Anrufung des Verwaltungsgerichtshofs, damit der lange Weg durch Behörden und Gerichte sowie die mangelnde inhaltliche Debatte über die Qualität der Planung nicht beendet ist.

Die Bürgerinitiativen seien nicht grundsätzlich gegen einen leistungsfähigen Öffi-Ausbau, jedoch gegen die vorliegende Planung, die nach ihrer Ansicht nicht zeitgemäß, ökologische Zielsetzungen verfehlend und städtebaulich problematisch sei. Auch lokale Bezirksvertreter argumentierten in der Vergangenheit, dass der Bezirk durch die gegenwärtige Planung "technisch und optisch zerschnitten" werde und alternative Trassenführungen oder Tieflegung nicht berücksichtigt wurden, hieß es in der Aussendung der FPÖ.

ÖVP begrüßte Auflagen für Verbindungsbahn

Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl (ÖVP) betont: "Das Urteil zeigt, wie wichtig der jahrelange Einsatz des Bezirks und der Bürgerinitiativen war." Diese Auflagen seien ein bedeutender Erfolg für Umwelt und Lebensqualität. Gleichzeitig zeigte sie sich enttäuscht darüber, dass trotz zahlreicher Einwendungen und klarer Stellungnahmen des Bezirks und der Bürgerinitiativen die Hochlage der Bahn und die Sperre zweier Bahnübergänge weiterhin im Raum stehen.

(APA/Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]