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"Angehöriger braucht Hilfe": Polizei NÖ sucht nach Festnahme von Trick-Betrüger weitere Opfer

21-01-2026, 11:43

Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Betrügers in Tirol sucht das Landeskriminalamt Niederösterreich nach weiteren Opfern. Dem 22-jährigen Mann werden Straftaten in mehreren österreichischen Bundesländern sowie in Deutschland vorgeworfen. Dabei kam der sogenannte "Kautions-" oder "Medizintrick" zum Einsatz, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Der mutmaßliche Täter wurde am 7. Jänner in Innsbruck nach der Abholung von Bargeld erwischt und anschließend in Buch in Tirol (Bezirk Schwaz) festgenommen.

Der Pole soll seit 8. Dezember des Vorjahres bei sieben Betrügereien - vier mit "Kautionstrick" und drei mit "Medizintrick" - als Abholer fungiert haben. Tatorte lagen in Ternitz (Bezirk Neunkirchen) und Hollabrunn in Niederösterreich, im steirischen Bruck an der Mur, in Innsbruck sowie Salzburg. Zwei befanden sich in Deutschland. Zweimal blieb es beim Versuch. Nach der Festnahme in wurde herausgelocktes Bargeld sichergestellt und dem männlichen Opfer zurückgegeben. Bei seiner Einvernahme war der 22-Jährige, dem schwerer gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen wird, großteils geständig. Er wurde über Anordnung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert.

Polizei warnt vor Betrugsanrufen

Der 22-Jährige und vorerst unbekannte Komplizen sollen sich am Telefon als Polizisten oder Staatsanwälte ausgegeben und älteren Opfern vorgetäuscht haben, dass ein naher Angehöriger einen Verkehrsunfall verursacht habe. Um eine Festnahme zu verhindern, wurde eine Kaution verlangt. Bei anderen Anrufen sollen sich die Kriminellen als Mediziner vorgestellt und vorgegaukelt haben, dass ein Verwandter an einer lebensbedrohlichen Krankheit leide und ein teures Medikament brauche.

Da die Ermittler davon ausgehen, dass der 22-Jährige weitere Betrügereien verübt hat, wurden Fotos des Verdächtigen veröffentlicht. Opfer wurden gebeten, sich beim Landeskriminalamt Niederösterreich (Tel.: 059133-30-3333) zu melden. Die Polizei warnte gleichzeitig vor solchen Anrufen, weil in letzter Zeit vermehrt derartige Betrügereien verzeichnet wurden.

(APA/Red.)

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