Der Verkauf des Grand Hotel Wien an die spanische Hotelgruppe Hotusa ist aus Sicht des Investors Mohamed Bin Issa Al Jaber rechtswidrig. Der Scheich will den bereits genehmigten Deal vor Gericht bekämpfen.
Der österreichisch-saudische Investor Mohamed Bin Issa Al Jaber will den gerichtlich genehmigten Verkauf des Wiener Grand Hotel bekämpfen. Er wolle sämtliche verfügbare Rechtsmittel ergreifen und gegebenenfalls auch vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen, teilte der Scheich in einer Aussendung mit. Ein Rekurs gegen den Verkauf des Hotels war Mitte Jänner gescheitert.
Nach Auffassung Al Jabers erfüllt die Genehmigung des Verkaufs nicht die Anforderungen der Insolvenzordnung, wonach ein Verkauf nur zulässig sei, wenn er zweckmäßig und wirtschaftlich angemessen ist. "Durch die verfrühte Freigabe wurden alternative Sanierungsoptionen und die Chance, deutlich höhere Erlöse zu erzielen, endgültig abgeschnitten", kritisierte er.
Das Hotel gehörte bisher über eine eigene Gesellschaft der Erste Wiener Hotel AG, die im Mai 2025 Konkurs angemeldet hatte. Im Juni 2025 musste auch die Grand Hotel GesmbH Insolvenz anmelden. Al Jaber hatte das Fünf-Sterne-Hotel in Wien an der Ringstraße im Jahr 2002 erworben. Neuer Eigentümer ist die spanische Hotelgruppe Hotusa, die sich in einem Bieterverfahren durch die Insolvenzverwalterin durchgesetzt hatte. Der Transaktionswert soll laut involvierten Rechtsanwälten knapp unter 100 Mio. Euro betragen haben.