Der neu eröffnete Bank-Austria-Park in Wien-Floridsdorf erfreut sich großer Beliebtheit. Die Sammlung internationaler Skulpturen, die von André Heller kuratiert wird, zog seit der Eröffnung im Herbst bereits rund 200.000 Besucher an.
Im Herbst wurde in Wien der Bank-Austria-Park eröffnet, eine 28.000 Quadratmeter große "Kunst- und Kulturoase" am Mühlschüttel-Areal an der Alten Donau. Kuratiert von André Heller wurden dort 14 Skulpturen bzw. Klang- und Windspiele von Künstlerinnen und Künstlern aus zahlreichen Ländern installiert. Stadt und Sponsor Bank Austria haben nach drei Monaten nun Bilanz gezogen. Die neue Attraktion wird demnach gut angenommen - und durchaus respektvoll behandelt.
Wiener Heller-Park laut Initiatoren beliebt und unversehrt
Wie die Initiatoren der APA mitteilten, wird der Park gut besucht. Die Frequenz sei hoch, wurde betont. Laut einer von der Bank Austria in Auftrag gegebenen Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) haben sich bereits 200.000 Wienerinnen und Wiener den Garten angesehen. Touristinnen und Touristen, die offenbar ebenfalls gern auf Visite zum lokalen Ausflugsziel kommen, sind hier nicht mitgezählt.
Bislang keine Beschädigungen an Kunstwerken
75 Prozent der einheimischen Gäste bewerteten die Sehenswürdigkeit laut der Befragung als "gut" oder "sehr gut". Generell begrüßten 88 Prozent der Bevölkerung die Errichtung eines neuen Kunstparks.
Laut Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) ist auch erfreulich, dass die zuständige Magistratsabteilung 45 (Wiener Gewässer) im gesamten Zeitraum keinerlei Beschädigungen an den Kunstwerken oder der Infrastruktur feststellen konnte. Dies spreche für den verantwortungsvollen Umgang mit den ausgestellten Werken, betonte sie. Auch die bei den Kunstwerken angebrachten QR-Codes würden eifrig genutzt, hieß es. Sie bieten die Möglichkeit, sich weiterführende Informationen anzusehen.
Im Park sind Skulpturen und Installationen unter anderem von Carmen Wiederin, Marek Zyga, Edgar Tezak, Elmgreen & Dragset, Karl Karner, Xenia Hausner oder Peter Pongratz zu bestaunen. Heller hat auch selbst eine Skulptur, die vier Meter hohe "Wasserwächterin", die ein über fünf Meter hohes Windrad in der Hand hält, beigesteuert.
Besuch bei freiem Eintritt möglich
Für den Park wurden Einzelgrundstücke am linken Ufer der Oberen Alten Donau nach Ablauf der Pachtverträge von der Stadt zusammengelegt. Das Areal, auf dem auch 150 Bäume gepflanzt wurden, kann bei freiem Eintritt besucht werden - was bei der von der Bank Austria in Auftrag gegebenen Umfrage 83 Prozent der Befragten begrüßten.
Das Budget für die Kunstwelt am Wasser wurde in der Planungsphase mit 20 Mio. Euro beziffert. Zuletzt war verkündet worden, dass man dieses nicht ausschöpfen wird und deutlich unter dem Rahmen bleiben dürfte. Die Bank Austria hat die Kunstwerke bzw. die Arbeit von Kurator André Heller finanziert. Die Höhe des Betrags wird nicht genannt, er sei jedoch signifikant, wird versichert.