Ein 56-jähriger Mann, der erst im November aus der Haft entlassen wurde, hat im Bezirk Vöcklabruck seine frühere Freundin gewürgt und bedroht. Die Frau konnte das Geschehen per Video festhalten, wie die Polizei mitteilte. Der Mann, der laut Staatsanwaltschaft Wels schon zehn Eintragungen im Strafregister aufweist, wurde in Untersuchungshaft gebracht.
Der Angreifer und das Opfer kennen sich seit 2019 und waren einige Zeit lang ein Paar. Als der Mann vor etwa drei Jahren in Haft kam, ging die Beziehung auseinander und die beiden hatten keinen Kontakt mehr. Die Frau, eine Rumänin, verließ das Land. Kürzlich kehrte sie aber zurück, weil sie gegen einen - anderen - Ex-Freund vor Gericht als Zeugin und Opfer aussagen muss, hieß es bei der Staatsanwaltschaft Wels.
Nach ihrer Rückkehr nach Oberösterreich kam es am Montagabend zu dem verhängnisvollen Treffen mit dem 56-Jährigen, der seit Kurzem wieder in Freiheit war. Der Mann soll die Frau bedroht und gewürgt haben. Ein unbeteiligter Zeuge ging dazwischen. Als die Polizei kam, gebärdete sich der 56-Jährige nach wie vor sehr aggressiv. In der Wohnung fanden die Beamten auch einen Schlagring und Nunchakus (eine traditionelle japanische Würgewaffe, Anm.).
Der 56-Jährige wurde festgenommen. Bei seiner Vernehmung drohte er vor den Polizeibeamten noch einmal, die 29-Jährige umzubringen. Der Mann wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wels in die Justizanstalt Wels eingeliefert. Untersuchungshaft wurde beantragt.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217; Polizei-Notruf: 133 sowie in Oberösterreich beim Autonomen Frauenzentrum - Frauennotruf OÖ unter 0732/602200.