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Konflikt um Gastpatienten: NÖ wird Klage gegen Wien einbringen

8-01-2026, 19:58

Im Konflikt um Gastpatienten wird Niederösterreich für einen Betroffenen Klage gegen Wien einbringen.

"Diese Klage wird gerade vorbereitet und in den nächsten Wochen wird sie eingebracht", kündigte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Donnerstagabend an, wie auch der ORF NÖ berichtete. Gleichzeitig hofft die Landeschefin auf eine politische Lösung in den Gesprächen der Verantwortlichen: "Wir sollten wieder auf einen gemeinsamen Weg in ganz Österreich zurückkehren."

"Es haben sich viele Landsleute bei unserem Patientenanwalt gemeldet, die sich teilweise monatelang auf fix geplante OP-Termine vorbereitet haben, die dann kurzfristig abgesagt wurden. Damit wurden ihre Leidenswege unnötig verlängert", hielt Mikl-Leitner in einer schriftlichen Stellungnahme fest. Das Land Niederösterreich werde für einen dieser abgewiesenen Patienten eine Klage einbringen. Der Mann stammt den Angaben zufolge aus dem Bezirk Mistelbach. Er habe von einem Wiener Krankenhaus einen Operationstermin erhalten, der nach rund eineinhalb Jahren Wartezeit abgesagt worden sei. Als Begründung sei angegeben worden, dass der Patient seinen Hauptwohnsitz in Niederösterreich habe.

Ludwig will Ende der Gastpatienten-Diskussion

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) will indes ein Ende der jahrelangen Diskussion über die Gastpatienten erreichen und das mit den von ihm forcierten Gesundheitsregionen, die er am Donnerstag im "Wien heute"-Interview bewarb. Aus seiner Sicht sollte es vier solcher Regionen geben, wobei der nördliche Teil des Burgenlands zu Wien und Niederösterreich gehören könnte und der südliche zur Region Steiermark/Kärnten. Die anderen Duos wären Tirol und Vorarlberg sowie Oberösterreich und Salzburg.

Ziel für Ludwig ist, Spitäler und niedergelassenen Bereich gemeinsam zu planen, zu finanzieren und zu steuern. Sein Ziel ist eine grundsätzliche Planung auf Bundesebene, die in den Regionen über Bundesländer-Grenzen hinweg umgesetzt werde. Die Regionen sollen dabei auch mehr Kompetenzen erhalten, etwa den überregionalen Betrieb von 1450.

(APA/Red)

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