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Prozess nach Massenschlägerei am Bahnhof Wien-Meidling

8-01-2026, 07:29

Am Wiener Landesgericht startet am Donnerstag ein mehrtägiger Prozess wegen eines bewaffneten, ethnisch motivierten Konflikts zwischen Tschetschenen und jungen Syrern bzw. arabischstämmigen Männern.

Bei dem Prozess am Wiener Landesgericht geht um eine Massenschlägerei am Bahnhof Meidling am 7. Juli 2024, bei der mehrere Personen verletzt wurden. Fünf Verhandlungstage sind geplant.

Prozess nach Massenschlägerei am Bahnhof Wien-Meidling: Am ersten Tag wird gegen acht von 24 Angeklagten verhandelt

24 Angeklagten im Alter von 17 bis 25 Jahren werden absichtlich schwere Körperverletzung und schwere gemeinschaftliche Gewalt vorgeworfen. Als Schlüsselfigur gilt ein 25-jähriger Tschetschene, der sich mit anderen in Wien lebenden Tschetschenen zusammenschloss und laut Anklage Jagd auf Syrer machte. Nach vorheriger Absprache wurden mehrere Opfer am Bahnhof Meidling verfolgt und mit Waffen - Stöcke, Schläger, Messer und Hämmer - attackiert. Fünf Männer erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

Am ersten Tag wird gegen acht Angeklagte verhandelt. Im Landesgericht gibt es derzeit keinen Verhandlungssaal, der ausreichend Platz für 24 Angeklagte und ihre Verteidiger bietet. Daher wird in Tranchen verhandelt, wobei zunächst die Beschuldigten an die Reihe kommen, die als untergeordnet Beteiligte gelten. Für die gesamte Verhandlungsdauer wurde vom Gericht ein Film- und Fotografierverbot im und vor dem Saal erlassen. Zudem wurden erhöhte Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

(APA/Red)

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