Das Wiener Luftmessnetz hat für das gesamte vergangene Jahr 2025 eine erste vorläufige Bilanz vorgelegt, die zeigt, dass die Luftqualität in Wien erneut das hohe Niveau der letzten Jahre erreicht hat und sich sogar weiter verbessert hat. An allen Messstationen wurden die gesetzlichen Grenzwerte auch im Jahr 2025 wieder eingehalten.
"Die Wiener Luftqualität ist inzwischen konstant bei weitem besser als noch zur Jahrtausendwende", so Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. "In den letzten 15 Jahren konnten wir in der Luftreinhaltung enorm viel erreichen - durch Maßnahmen auf EU-, Bundes- und lokaler Ebene. Aber auch die weitere Prognose ist sehr günstig: Durch engagierte Klimaschutzmaßnahmen und dem Ziel, dass Wien bis zum Jahr 2040 CO2-neutral werden soll, wird gleichzeitig auch die Luftgüte in der Stadt noch weiter verbessert."
Im Jahr 2025 war die Luftqualität in Wien auf einem der höchsten jemals gemessenen Niveaus. Nach einem ersten Quartal mit ungünstigen Bedingungen und höheren Feinstaubwerten, verbesserte sich die Luft im restlichen Jahr deutlich gegenüber 2024. Nur an einem Tag wurde der Grenzwert von 50 µg/m³ überschritten, an neun von dreizehn Messstellen blieb dieser Wert das ganze Jahr unterhalb. In Österreich sind maximal 25 Überschreitungstage erlaubt. Schon 2019 wurden die EU-Grenzwerte für Luftschadstoffe an allen Stationen eingehalten, was vor 15 Jahren noch unerreichbar schien. Das Jahr 202 mit seinen Lockdowns reduzierte den Verkehr erheblich und trug zur Einhaltung aller österreichischen, teils strengeren, Grenzwerte bei. Dieses hohe Niveau setzte sich in den Folgejahren fort.
Im Jahr 2025 wurde an 13 Stationen Feinstaub in den Größenklassen PM10 und PM2,5 ermittelt. Die Werte lagen weit unter den Grenzwerten: Die gemessenen jährlichen Mittelwerte für PM10 bewegten sich an den 12 stationären Messstellen zwischen 13 und 16 µg/m3 (Grenzwert: 40 µg/m3). Im Jahr 2024 lagen die Werte zwischen 13 und 17 µg/m3. Zusätzlich wurde an einer verkehrsnahen Sondermessstelle am Neubaugürtel Feinstaub gemessen. Dort betrug der PM10-Jahresmittelwert im Jahr 2025 17 µg/m³. Im Jahr 2025 wurde das Luftschadstoff Stickstoffdioxid (NO2) an 16 Messstationen sowie an einem speziellen Standort am Neubaugürtel, einem stark verkehrsbelasteten Abschnitt des Wiener Gürtels, gemessen. Nahezu an allen Messpunkten wurde der niedrigste NO2-Wert in der Geschichte der Messungen festgestellt. Die ermittelten Werte an allen 16 Stationen in Wien sowie am Sonderstandort Neubaugürtel lagen unter den festgelegten Grenzwerten.
Wien implementiert verschiedene Maßnahmen zur Reduzierung der Luftverschmutzung. Dazu zählen die Erweiterung des öffentlichen Verkehrssystems, das 365-Euro-Ticket, die Bewirtschaftung von Parkflächen, der kontinuierliche Ausbau des Radwegenetzes, der Einsatz von Fahrzeugen mit niedrigen Emissionen, die Förderung der Elektromobilität und die Entwicklung einer fußgängerfreundlichen Stadt. Ebenfalls tragen die thermische Sanierung von Wohngebäuden, umweltfreundliche Baustellen, die Ausweitung der Nutzung von Fernwärme und ein effizienter Winterdienst aktiv zur Verbesserung der Luftqualität bei. Weitere Infos zu den Maßnahmen der Stadt Wien zur Senkung der Luftverschmutzung gibt es .