Am 1. Jänner 2026 richtet sich der Blick der Musikwelt wieder nach Wien: Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wird live übertragen und ist sowohl im Fernsehen als auch per Livestream zu sehen. Wo das Neujahrskonzert 2026 verfolgt werden kann, lesen Sie hier.
Seit Jahrzehnten gilt das Wiener Neujahrskonzert als fixer Bestandteil des kulturellen Jahresbeginns in Wien. Am 1. Jänner 2026 wird erstmals der kanadische Dirigent Yannick Nézet-Séguin im Goldenen Saal des Musikvereins den Takt dafür angeben. Den Wiener Philharmonikern ist Nézet-Séguin seit gut 15 Jahren musikalisch wie freundschaftlich verbunden, wobei das Sommernachtskonzert 2023 der bisherige Höhepunkt der Zusammenarbeit war.
Hier wird das Wiener Neujahrskonzert 2026 live übertragen
Schon zum 68. Mal überträgt der ORF das wohl bedeutendste Klassikereignis der Welt am 1. Jänner 2026 live um 11.15 Uhr in ORF 2 und Ö1 sowie auf ORF ON nicht nur in Österreich, sondern auch in weitere 92 Länder rund um den Globus. Die deutschsprachigen Live-Kommentare während der Konzertübertragung übernimmt in bewährter Manier Teresa Vogl.
Das Live-Konzerterlebnis in ORF 2 wird mit einem umfangreichen TV-Rahmenprogramm begleitet. Zu sehen sind am Donnerstag, dem 1. Jänner, die Dokumentation "Johann Strauss und die Frauen" (9.05 Uhr) von Barbara Weissenbeck, das von Christiaan van Schermbeek gestaltete Dirigentenporträt "Yannick Nézet-Séguin" (9.50 Uhr) sowie das von Barbara Pichler-Hausegger gedrehte alljährliche Making-of "Auftakt zum Neujahrskonzert" (10.45 Uhr) mit Einblicken hinter die Kulissen. Der ORF-Pausenfilm "Der Zauber der Kunst - 250 Jahre Sammlung Albertina" (ca. 11.50 Uhr) von Regisseurin Alex Wieser begibt sich auf eine Fantasiereise durch das Wiener Museum und seine Gemäldegalerie. Dabei erwachen berühmte Werke durch den Zauber der Musik zum Leben und Geheimnisvolles trägt sich zu. Die beiden Tanzeinlagen des Wiener Staatsballetts werden im Fernsehen zum Walzer "Rosen aus dem Süden" und zur "Diplomaten-Polka" eingespielt. Für die Choreografie der bereits Ende dieses Sommers unter der Regie von Michael Beyer an Schauplätzen in der Wiener Hofburg sowie im Museum für angewandte Kunst gedrehten Tänze zeichnet - nach 1999 und 2006 - nun zum dritten Mal der US-Amerikaner John Neumeier verantwortlich.
Weltfrieden als Hauptbotschaft des Wiener Neujahrskonzerts
Der "Rainbow-Waltz" von Florence Price ist eine von fünf Neujahrskonzert-Erstaufführungen. Eine weitere, die Polka Mazur "Sirenen Lieder", stammt von der Strauss-Zeitgenossin und Begründerin des ersten Damenorchesters Europas Josephine Weinlich. Mit dem Werk "Friedenspalmen" von Josef Strauss ende der offizielle Konzertteil. "Und Weltfrieden ist auch die Hauptbotschaft des Konzerts, denn wir versuchen mit unserer, von unterschiedlichen Kulturen beeinflussten Musik zum Frieden in der Welt zu inspirieren. Wenn wir sprechen, streiten wir oft oder sind nicht einer Meinung, aber wenn wir derselben Musik zuhören, fühlen wir, dass uns mehr verbindet als uns unterscheidet", so Nézet-Séguin.
Live-Übertragung am Wiener Stephansplatz und beim Wintermarkt am Riesenradplatz
Am 1. Jänner 2026 wird das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker auch wieder live auf den Stephansplatz und den Wintermarkt im Prater übertragen. Am Graben und der Kärntner Straße werden die Wiener Philharmoniker zudem akustisch zu hören sein. Ab 11.15 Uhr können Besucher unter freiem Himmel den Jahresbeginn musikalisch zelebrieren.
Wiener Neujahrskonzert 2026 im Nachhinein sehen
Wer die Live-Übertragung des Wiener Neujahrskonzerts 2026 am Vormittag des 1. Jänner verpasst, kann das Ereignis noch drei weitere Male im TV erleben: So bietet ORF III Kultur und Information am Neujahrstag als "Langschläfer-Service" das bewährte Dacapo im Hauptabendprogramm (20.15 Uhr), eingeleitet vom "Auftakt zum Neujahrskonzert" (19.50 Uhr). 3sat präsentiert den Klassik-Event am Samstag, dem 3. Jänner (20.15 Uhr).
ORF 2 zeigt das Wiener Neujahrskonzert traditionell nochmals in der "matinee" am Dreikönigstag, am Dienstag, dem 6. Jänner (10.05 Uhr), und zur Einstimmung davor den Pausenfilm "Der Zauber der Kunst - 250 Jahre Sammlung Albertina" (9.05 Uhr) sowie eine ausführlichere Fassung der Making-of-Doku, diesmal unter dem Titel "Hinter den Kulissen des Neujahrskonzerts" (9.35 Uhr). Nach dem Konzert-Dacapo steht außerdem das Porträt des diesjährigen Ballettchoreografen "John Neumeier - Ein Leben für den Tanz" (11.55 Uhr) auf dem Spielplan.