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Waffenverbotszone am Wiener Yppenplatz: Neue Maßnahmen der Polizei ab August

30-07-2025, 11:19

Ab 1. August tritt am Yppenplatz in Wien-Ottakring ein Waffenverbot in Kraft. Zusätzlich wird eine Schutzzone zum Schutz Minderjähriger eingerichtet.

Mit Wirksamkeit ab 1. August 2025, 00:00 Uhr, gelten im Bereich des Yppenplatzes im 16. Wiener Gemeindebezirk zwei neue Verordnungen der Landespolizeidirektion Wien: eine Waffenverbotszone gemäß § 36b Sicherheitspolizeigesetz (SPG) sowie eine Schutzzone nach § 36a SPG. Ziel der Maßnahmen sei laut Polizei, das Sicherheitsgefühl und den Schutz der Bevölkerung im öffentlichen Raum – insbesondere jenem von Minderjährigen – gezielt zu stärken. Bisher gelten solche Bestimmungen für den Praterstern in der Leopoldstadt sowie Reumannplatz samt Keplerplatz in Favoriten.

Verbot von Waffen und gefährlichen Gegenständen am Wiener Yppenplatz

Die Waffenverbotszone untersagt das Mitführen von Waffen und gefährlichen Gegenständen im definierten Bereich rund um den Yppenplatz – es sei denn, ein nachvollziehbarer, gesetzeskonformer Grund liegt vor, etwa im Rahmen beruflicher Tätigkeit. Personen mit waffenrechtlicher Bewilligung sowie das Mitführen von Reizgassprays zur Selbstverteidigung sind von der Regelung ausgenommen. Die Zone gilt ganztägig bis einschließlich 1. November 2025.

Schutzzone rund um den Kinderspielplatz

Zusätzlich wird das Areal der Kinderspiel- und Parkanlage am Yppenplatz sowie ein Umkreis von 150 Metern zur Schutzzone erklärt. Diese Maßnahme soll Kinder und Jugendliche vor bestimmten strafbaren Handlungen schützen. Personen, bei denen konkrete Anhaltspunkte für ein potenzielles Gefährdungspotenzial bestehen, können von der Polizei aus dem Bereich weggewiesen werden. Die Verordnung gilt täglich rund um die Uhr und endet mit 1. Februar 2026 – eine vorzeitige Aufhebung

bleibt möglich.

Bürgermeister Ludwig: "Keine Toleranz für Gewalt in Wien"

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig betont die Bedeutung klarer Regeln für das Zusammenleben: "Die gute Zusammenarbeit der Stadt Wien mit der Wiener Polizei ist auch mitverantwortlich dafür, dass Wien eine der sichersten Millionenmetropolen weltweit ist. Jedoch müssen dort, wo es notwendig ist, auch strengere Regelungen getroffen werden, denn in Wien gibt es keine Toleranz für Gewalt." Ludwig sprach sich erneut für ein bundesweites Waffenverbot aus.

Breite Unterstützung für Waffenverbotszone in Wien-Ottakring

Polizeipräsident Gerhard Pürstl sieht in der Maßnahme ein Instrument zur Gewaltprävention: "Waffenverbots- und Schutzzonen sind eine gezielte Maßnahme der Kriminalprävention mit dem Ziel, Gewalttaten bereits im Vorfeld zu verhindern. Gerade im öffentlichen Raum gilt: Sicherheit schafft Vertrauen."

Auch die Bezirksvorsteherin von Ottakring, Stefanie Lamp, unterstützt die neuen Regelungen: "Der Yppenplatz ist ein Ort, wo Menschen zusammenkommen, um ihre Zeit dort verbringen zu können – dieser muss für alle sicher und frei nutzbar sein. Alle Menschen haben das Recht, sich in unserer Stadt und unserem Bezirk sicher und wohl fühlen zu können."

Die vollständigen Verordnungen samt Lageplänen sind auf der Website der Landespolizeidirektion Wien abrufbar.

(Red)

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