Die Wiener Linien nutzen die verkehrsärmere Sommerzeit für umfangreiche Sanierungen und Netzausbauten, darunter die Modernisierung von rund 11 Kilometern Gleisen. Ein umfangreiches Zusatzangebot sichert dennoch die Mobilität Wiens.
Auch heuer nutzen die Wiener Linien die verkehrsärmere Sommerzeit, um im Straßenbahn- und U-Bahnnetz zu sanieren. Die Gleismodernisierungsoffensive bringt heuer rund 11 Kilometer neue Gleise und 45 Weichen für zahlreiche Linien. Die U4 Modernisierung des Tunnels unter dem Franz-Josefs-Kai wird in den Ferien fortgesetzt.
Nach der erfolgreichen Instandsetzung des U4-Tunnels zwischen Schwedenplatz und Schottenring im Vorjahr ist heuer der nächste Abschnitt dran: Zwischen Schottenring und Friedensbrücke werden Tunneldecke und Tunnelträger der U4 saniert. In den Sommerferien fährt die Linie deshalb geteilt von Hütteldorf bis Schottenring und von Heiligenstadt bis Friedensbrücke. Ersatzweise fahren die Linie E4 sowie die Linie D von Nußdorf bis zum Schottenring. Aufgrund der Linienteilung der U4 und der S-Bahn-Stammstrecke zwischen Floridsdorf und Praterstern werden zudem die Intervalle der Linien U6, 2, 30 und 31 verdichtet.
Gute Nachrichten für den 14. und 15. Bezirk: Der 49er fährt nach der Gleissanierung ab 30. Juni wieder auf seiner regulären Strecke. Rund 1.800 Meter Gleise und Oberleitungen wurden seit April erneuert und die Haltestellen Johnstraße und Breitensee wurden verbessert. Auch die Arbeiten am Franz-Jonas-Platz sind Ende Juni fertig. Die Linien 25, 26 und 31 fahren wieder bis zu ihrem regulären Betriebsschluss.
Neben den Sanierungen schreitet bei den Wiener Linien auch der Netzausbau voran: Im Herbst gehen mit den Linien 12 und 27 zwei neue Straßenbahnlinien in Betrieb. Die Bauarbeiten für die Verlängerung der Linie 18 bis zum Stadion haben am 2. Juni begonnen.
Durch das dichte Angebot von Bus-, Straßenbahn- und U-Bahnlinien und den Ersatzangeboten kommen Öffi-Fahrgäste auch in den Sommermonaten gut durch Wien. Die Wiener Linien verdichten die Intervalle und Sharing-Angebote im Umfeld von Baustellen. Bei der Straßenbahnlinie 44 werden größere Fahrzeuge eingesetzt, um auf alternativen Routen mehr Kapazitäten zu schaffen. Dort, wo Zusatzangebote sinnvoll und möglich sind, werden Ersatzbusse oder Straßenbahnen eingesetzt. Ergänzt durch das Bike-Sharing WienMobil Rad und OnDemand-Angebote wie dem Hüpfer oder Shuttleservices für mobilitätseingeschränkte Menschen, bleibt man so auch in Baustellenphasen in Wien mobil.