
Von 5. Juli bis 31. August 2025 müssen Fahrgäste der S-Bahn besonders stark umplanen. Die gesamte Stammstrecke zwischen Floridsdorf und Meidling wird für knapp zwei Monate vollständig gesperrt. Diese drastische Maßnahme ist notwendig, da die Infrastruktur modernisiert werden muss, um auch in Zukunft einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten.
Der geplante Schienenersatzverkehr wird mit Bussen durchgeführt, die die wichtigsten Stationen miteinander verbinden. Pendler sollten jedoch mit deutlich längeren Fahrzeiten rechnen und ihre Reisen entsprechend planen.
Parallel zu den Arbeiten an der S-Bahn-Stammstrecke wird auch die U-Bahnlinie U4 teilweise gesperrt. Zwischen den Stationen Hütteldorf und Schottenring können vom 5. Juli bis 24. August 2025 keine Züge verkehren. Ein umfassender Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet, um die Verbindung aufrechtzuerhalten.
Diese Bauarbeiten sind Teil eines größeren Modernisierungsprojekts, das die Infrastruktur der U4 auf den neuesten Stand bringen soll. Besonders die Gleisanlagen und die Signaltechnik werden erneuert.
Die gleichzeitige Durchführung der Bauarbeiten an S-Bahn und U4 ist kein Zufall. Die Verantwortlichen von Wiener Linien und ÖBB haben die Sommermonate bewusst gewählt, da in dieser Zeit viele Wienerinnen und Wiener im Urlaub sind und das Fahrgastaufkommen generell niedriger ist.
"Diese Investitionen in die Infrastruktur sind unverzichtbar für einen zuverlässigen Öffi-Verkehr in den kommenden Jahrzehnten", betonen die Verkehrsbetriebe in ihrer gemeinsamen Ankündigung. Die Modernisierungen sollen nicht nur die Betriebssicherheit erhöhen, sondern auch zu einem komfortableren Fahrerlebnis beitragen.
Für die betroffenen Strecken wird ein dichter Schienenersatzverkehr eingerichtet. Zusätzlich werden alternative Routen mit anderen U-Bahn-Linien, Straßenbahnen und Bussen empfohlen. Die Wiener Linien und die ÖBB arbeiten bereits jetzt an detaillierten Umleitungskonzepten.
Besonders wichtig für Pendler: Planen Sie während des Schienenersatzverkehrs deutlich mehr Zeit für Ihre Wege ein. Die Busse können je nach Verkehrslage länger unterwegs sein als die Bahnen auf ihren eigenen Trassen.
Um den Fahrgästen die Navigation während der Bauarbeiten zu erleichtern, werden sowohl die Wiener Linien als auch die ÖBB ihre Apps und Webseiten mit aktuellen Informationen zum Schienenersatzverkehr ausstatten. Hier können Reisende in Echtzeit verfolgen, wie sie trotz der Einschränkungen am besten von A nach B kommen.
Experten raten zudem, die Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln während dieser Zeit zu vermeiden und stattdessen auf Leihfahrräder oder E-Scooter umzusteigen, um die ohnehin stark beanspruchten Ersatzbusse zu entlasten.
Auch wenn der Schienenersatzverkehr im Sommer 2025 für viele Wienerinnen und Wiener eine Herausforderung darstellen wird, betonen die Verkehrsbetriebe die langfristigen Vorteile: Nach Abschluss der Arbeiten sollen sowohl die S-Bahn-Stammstrecke als auch die U4 zuverlässiger und komfortabler werden.
Die Modernisierung der Infrastruktur ist ein wichtiger Schritt, um den öffentlichen Verkehr in Wien zukunftsfähig zu halten und den steigenden Anforderungen an Kapazität und Komfort gerecht zu werden.
